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Montag, 18. mai 2009
Ich habe einen Artikel gelöscht, weil es keinen Grund mehr dafür gibt, ihn online zu lassen ... ;-)
LG an alle, die wissen, um was es geht. :-)
von Etzelmania
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Donnerstag, 14. mai 2009
Am Dienstagabend 22:00Uhr wusste ich noch nicht, was am Mittwoch auf mich zu kommen sollte...

Ein Zug rast mit voller Geschwindigkeit durch die Nacht. Der Heizer wirft eine Schippe Kohlen nach der anderen in den überhitzten Kessel der Dampflok mit der Nummer 666. Immer schneller wird die Fahrt, die Nieten fliegen aus dem Kessel und plötzlich endet die Fahrt an einem Prellbock mit einer gigantischen Explosion.
Thunder überall, die Hölle bricht mit brachialer Gewalt über mich herein. Thunderstruck ohne Ende, Tausende Teufel freuen sich über explosives TNT. Die  hells bells erklingen, der Leibhaftige erscheint mit schwefeligen Rauchschwaden aus dem sich öffnendem Boden und irgendwann sind alle auf dem Highway to hell.

Also, wer's bis jetzt immer noch nicht gemerkt hat: Ich war beim Konzert von

Ein bisschen traurig war ich schon, dass es unmöglich war, im Vorverkauf eine Karte für das Konzert in Leipzig zu bekommen. Neidisch auf meinen Chef, an den seine Verwandschaft beim Kartenerwerb gedacht hatte. Mein Entschluss stand fest: Wenigstens mit dem Fahrrad zum Stadion und dann das, was über den Schüsselrand schwappt, mitnehmen. Oder vielleicht doch noch irgendjemandem eine Karte zu einem erschwinglichne Preis abgaunern.
Also setzte ich mich am Dienstagabend 22:30Uhr vor den Rechner, um die Anfangszeit des Konzerts raus zu kriegen. EIN Ergebnis einer großen, bekannten Suchmaschine fiel mir sofort in's Auge: Da wollte jemand 'ne Karte verkaufen! Eine einzelne: schon mal gut. Auf 'ner völlig unbekannten Seite: noch besser. Handynummer auch dabei: phantastisch!
Naja, ich dachte mir: Mal 'ne SMS hinschicken, kann ja nichts schaden. Gesagt, getan, vergessen. Nach ein paar Minuten klingelt plötzlich mein Telefon und da fragt mich doch glatt der Typ, ob ich die Karte immer noch haben will. Und wie ich wollte! Ich nahm eine morgendliche Fahrt durch den Berufsverkehr von Leipzig in Kauf und um 8:15Uhr hielt ich meine Karte in der Hand. Danke noch mal an den Verkäufer, der nicht reich werden wollte, sondern fairer Weise nur den aufgedruckten Betrag haben wollte.

Den ganzen Tag auf der Arbeit schon in Hochstimmung, pünktlich Feierabend und dann schnell ab in's Stadion.
So viele Teufel mit leuchtenden oder blinkenden Hörnern habe ich noch nie auf einen Haufen gesehen! Schwarze T-Shirts, blaue Jeans waren die bestimmenden Farben im weiten Rund. Die 2 Vorgruppen wurden als notwendiges Übel mitgenommen, obwohl beide ganz ordentlich Rockmusik hinlegten.
Kurz vor 21:00Uhr brach dann die Hölle über dem ausverkauften Leipziger Stadion los. Rockmusik vom Feinsten, harte Riffs, knackige Beats, tolle Bühnen- und Lichtshow, und dann dazu diese Stimme: Knapp 2 Stunden lang gaben die Jungs auf der Bühne alles, um den Abend für alle Anwesenden zu einem Wahnsinns-Erlebnis werden zu lassen. Was ihnen auch voll gelungen ist. Es war einfach ein mega-hammer-geiles Konzert.

Bilder gibt's (vielleicht) irgendwann später ...
von Etzelmania - veröffentlicht in: Party
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Montag, 20. april 2009
Lange hat sich hier nichts mehr getan! War vielleicht ein bisschen Faulheit oder auch ein Mangel an Anlässen.
Aber am Mittwoch hatte ich ein ganz tolles Erlebnis, über das ich auf jeden Fall was schreiben möchte.

Ich habe nämlich eines meiner Geburtstagsgeschenke eingelöst: den Gutschein für eine Whiskey-Verkostung im Gourmetage Leipzig, den ich von meinen lieben Volleyballerinnen bekommen habe.

Mädels, danke noch mal! Das war einfach ein Genuss!

Ich war ja ziemlich gespannt auf das, was mich dort erwarten würde. Leider fand sich niemand, der mich zur Verkostung begleiten wollte. Also fuhr ich allein (nicht mit dem Auto, sondern ganz vorbildlich mit der Bahn) in die immer schöner werdende Innenstadt von Leipzig, bummelte noch durch ein paar (Männer-)Läden (Saturn, Conrad), um mich mit ca. 25 anderen Whiskey-Freunden und -Freundinnen gegen 20:30Uhr im Gourmetage einzufinden.
Alle wurden mit einem Glas einer in Whiskey eingelegten exotischen Frucht, aufgefüllt mit Prosecco, empfangen. Die Tische waren edel eingedeckt und für jeden standen bereits 5 Gläser feinster Scotch, abgedeckt mit einem kleinen Glasschälchen, bereit. Das Thema des Abend waren die leckeren Whiskeys der weltweit zweitgrößten Whiskey-Brennerei: The Glenlivet

Moderiert wurde der Abend von einem absoluten Spezialisten: Bernhard Schäfer. Er fütterte uns mit vielen Informationen über Glenlivet, die Whiskey-Herstellung und würzte das Ganze sehr unterhaltsam mit Anekdoten aus seinem Leben als Spirituosen-Verkoster.
Los ging's dann mit einem 12-jährigen Glenlivet, im "Aroma eine spielerische Verflechtung sommerlich-blumiger Noten mit einem sinnlichen Hauch exotischer Früchte (kandierte Ananas), abgerundet mit Vanille und nussigen Aromen, im Geschmack blumige Noten von frischem Honig, einem seidig-weichem Bouquet mit Anklängen von Vanillesirup und im Nachklang lang anhaltend, mild und frisch, in Erinnerung bleibend durch den Geschmack von Haselnüssen, Marzipan und der leichten Würze frischgeriebenen Ingwers". (Das habe ich mir nicht freiwillig gemerkt!)
Ok, die Beschreibung des 15-jährigen, des 18-jährigen, des 21-jährigen sowie des Nàdurra erspare ich den Lesern, die bis hierhin durchgehalten haben. Jeder für sich war ein Genuss, die Abstammung aus einer Brennerei war zwar zu spüren und trotzdem schmeckte jeder anders. Ich fand den 18- und den 21-jährigen sowie den Nàdurra (weit über 50 Umdrehungen) am leckersten.

Wer jetzt denkt, da geht der dahin, schüttet sich 5 Gläser Whiskey in die Rübe, ist begeistert und das war's dann, denkt völlig daneben. Zwischen jedem Jahrgang gab's feinste Leckereien aus der Küche des Hause, also 6 Gänge, die ich mir leider nicht alle gemerkt habe. Das ging los mit einer feinen Suppe mit einer gegrillten Riesengarnele, weiter ging's mit einer mit Balsamiko-Creme gefüllten Feige, es folgten Lammfiletsteak, Crepe mit Apfelmus und Entenstopfleber sowie mit Schokolade überzogene Früchte. Dazu gab's den ganzen Abend über verschiedene Brotsorten und genügend Wasser, um den Gaumen auf den jeweils nächsten Glenlivet vorzubereiten.

Ganz zum Schluss kam dann der 25-Jährige auf den Tisch, der den Höhepunkt des Abends darstellen sollte. Den meisten ging's wie mir: Ein Qualitätssprung, der den Flaschenpreis von über 230€ rechtfertigen würde, war nicht heraus zu schmecken. Selbst wenn man die 10% Rabatt, die es bei einem Kauf an diesem Abend gegeben hätte, noch abgezogen hätte, wäre es das für mich nicht wert gewesen. Aber vielleicht gehört mir trotzdem bald 'ne Flasche von dem 25 Jahre alten Getränk: am Gewinnspiel habe ich mich natürlich beteiligt. Die Chancen stehen viel besser als für den Jackpot im Lotto!

Ich saß übrigens mit zwei Männern so etwa in meinem Alter an einem 4-er Tisch. Dass die Bedienung die übrig geblieben 5 Gläser Whiskey nicht wieder abzuräumen brauchte, hätte ich wohl sicherlich nicht unbedingt erwähnen müssen ...

Fazit: Ich kann's jedem nur empfehlen, der gern mal einen Whiskey genießt, mal ein paar Euro für so einen Abend im Gourmetage Leipzig zu investieren. Dieses Erlebnis war jeden Cent wert!
(Bilder gibt's keine; ich war froh, dass ich auf dem Heimweg nicht auch noch auf einen Fotoapparat aufpassen musste, denn ich hatte ihn gleich zuhause gelassen.)
Achso, mein Wunsch nach einem Urlaub in Schottland wird immer größer...
von Etzelmania - veröffentlicht in: Party
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Dienstag, 26. august 2008

Inzwischen ist das Highfield ja nun schon längst wieder Geschichte. Wollte ja schon seit 'ner Woche was darüber geschrieben haben, aber wie das immer so ist, wenig Zeit und der innere Schweinehund haben's immer wieder nach hinten verschoben.

Dabei verdient das Festival wirklich ein paar lobende Worte. Mich hat's dieses Jahr zum ersten Mal auf das wunderschöne Gelände von Hohenfelden gelockt und ich war (nein ich bin) total begeistert von dem, was ich in den drei Tagen erlebt habe. Als ich am Freitag anreiste, stand mein Zelt bereits inmitten einer Fangemeinde vorrangig aus der Ecke Naumburg und Leipzig. Meine Stößener Freundinnen Sandra, Steffi und Tia hatten sicherheitshalber schon ein Plätzchen gesichert und das Zelt gleich aufgebaut. Danke noch mal an Euch! Meine Lehre für's nächste Mal: Rechtzeitiges Erscheinen sichert gute Plätze und vor allem auch 'ne Eintrittskarte. Die werde ich beim nächsten Highfield doch schon rechtzeitig vorher kaufen.

Ja, am Freitag war schon alles zu spät: Restlos ausverkauft, auch die Resttickets. Zum Glück hatte meine Lieblingssandra am Donnerstag noch eine der letzten Karten für mich ergattert.

Das Wetter war nicht so toll, es hatte den ganzen Tag geregnet und erst am Nachmittag ließen die Schauer dann langsam nach. Das Gelände sah aus wie eine Schlammwüste,

Gummistiefel oder wenigstens Wanderschuhe waren sehr empfehlenswert. :-)

Naja, richtige Fans kann so ein bisschen Schlamm doch überhaupt nicht beeindrucken, oder?


The Subways waren die ersten, die wir erlebten.

Die Menge kam so langsam in Festivallaune und feierte sich, die Musik und die Show auf der Bühne. Tocotronic folgten und nach einer kurzen Pause (man muss ja auch mal was essen und vor allem trinken) gab's am Abend noch die Sportfreunde Stiller,

Bloc Party und The Killers. Ich möchte keine Band total hervorheben. Sie waren alle Klasse, bis auf eine Ausnahme: Bloc Party war ziemlich schwach, für mich DIE Enttäuschung aller drei Tage. 

Der Samstag lief nach einer mehr oder weniger schlaflosen Nacht recht ruhig an, die Highlights gab's sowieso erst am Abend. Aber mal so die verschiedenen Stände auf dem Festivalgelände abklappern, gehört ja nun auch dazu. Das Wetter zeigte sich inzwischen wieder von der schöneren Seite, es trocknete langsam alles wieder ab. Spätestens bei The (International) Noise Conspiracy füllte sich das Festivalgelände zusehends. Flogging Molly

war für mich dann die Überraschung schlechthin. Mit feinster irischer Rockmusik incl. vollem Geigen-Einsatz brachten sie die Bude zum Kochen. Kettcar und The Hives verstärkten den Zustand weiter und völlig den Rest gaben uns allen dann Die Ärzte.

Bela, Farin und Rod, Ihr wart Spitze!

Am Sonntag war ich dann noch bei The Bones, Madsen, den Dropkick Murphys und den Beatsteaks am Start. Bei herrlichstem Sonnenschein zeigten die Party-People, dass die Feierlaune immer noch riesengroß war und die anstrengenden 2 Tage vorher einen richtigen Rocker nicht beeindrucken können.

Die Organisation der Veranstaltung war für mich sehr gut; ich konnte keine gravierenden Mängel erkennen. Dass es bei ca. 27.000 hartgesottenen Fans manchmal etwas "rustikal" zugeht, ist sicherlich normal. Aber alles lief total friedlich ab. Ob Männlein oder Weiblein, jung oder älter, alle feierten 3 Tage lang ausgelassen bei ihrer Lieblingsmusik. Ich habe viele "alte junge" Freunde getroffen und auch ein paar neue gefunden. :-)

Also ich bin im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder dabei! Ihr auch?

Natürlich gibt's wie immer noch ein paar mehr Bilder in einem neuen Album.

von Etzelmania - veröffentlicht in: Party
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Mittwoch, 13. august 2008
Ein Abend mit einem besonderen Erlebnis sollte uns heute bevorstehen. Pünktlich versammelten sich Fans aus allen Ecken Deutschlands in der Arena Leipzig.
Ca. 10m vor uns die Bühne, ohne großen Schnick-Schnack, schlicht und auf's Wesentliche reduziert. Davor tausende Leute aller Altersgruppen mit erwartungsvollen Gesichtern und schon lange vor Konzertbeginn durchgeschwitzten T-Shirts bei gefühlten 60°C und 98% Luftfeuchtigkeit. Alle freuen sich auf DEN Gitarristen schlechthin.
Als die Show beginnt, tauchen ohne großes Theater die Haupakteure auf der Bühne auf.
Der spindeldürre Pianist, im quergestreiften Pullover, damit man ihn erst mal optisch überhaupt wahrnimmt;
Ein Bassist, der sich, wie sich das so gehört, immer vornehm im Hintergrund hält und trotzdem akustisch immer präsent ist;
Der Schlagzeuger, bei dem man nicht nur wegen seiner 20 kg zuviel vermutet, dass sein Arbeitsgerät den ersten Titel kaum überleben wird;
Ein Gitarrist, der die Gitarre mit links bedient, ihr ebenso große Töne zu entlocken vermag wie der große Meister und wohl als Härtetest für noch heißere Konzerte mit Schal auf der Bühne erscheint;
Zwei Backgroundsängerinnen, deren voluminöser Klangkörper schon vor dem ersten Ton vermuten ließ, das auch von der linken Seite der Bühne Großes zu erwarten ist.
Alle bereit dafür, mit ihren Instrumenten und Stimmen den musikalischen Intentionen ihres Chefs zu folgen, ihnen Tiefe zu verleihen und den Klangteppich für sein einzigartiges Gitarrenspiel zu bereiten.
Ebenso bereit das Publikum, DEN Mann zu begrüßen, der als einer der Größten  der Musikgeschichte gilt, der Altmeister des Blues und des Rock'n Roll
Mister Hoochie-Coochie-Man "Slowhand" Eric Clapton!

Wie die meisten seiner Zuhörer in Jeans und einem kurzärmligen Hemd steht er mit den ersten Takten im Mittelpunkt des Geschehen und drückt mit seine typischen Gitarrenklängen der Veranstaltung seinen Stempel auf.
Ohne große Pausen folgt ein Hit auf den anderen, wechselt sich Blues vom Feinsten mit kraftvoller Rockmusik ab, stehen fette Beats neben leisen Tönen.
Keine Ahnung, warum Eric Clapton "Slowhand" genannt wird. Seine Finger entlocken dem Instrument perfekte Klänge in teilweise unglaublicher Geschwindigkeit. Wahrscheinlich liegt's eher an der Leichtigkeit, mit der er die Gitarre handhabt; die Töne fließen geradezu aus seinen Händen.
Die große Show gibt's bei Clapton nur musikalisch. Er rennt nicht wie Mick Jagger von einer Seite der Bühne zu anderen, es gibt keinen "Wall of death" wie bei den Ärzten, keine verrückten Konstruktionen auf der Bühne wie bei anderen Bands. Die Show ist sein Spiel, der Umgang mit seiner Gitarre, schlicht abgerundet mit wenigen optischen Effekten.
Auch seine Mitstreiter bekommen während des Konzerts die Gelegenheit, ihre Klasse zu beweisen. Der  Keyboarder holt bei seinen Soli alles aus dem Piano raus, was man sich wünscht und der Gitarrist liefert sich beim Bottle-Necken ein Duell mit dem Meister.
Als dann irgendwann "You're wonderful tonight" erklingt, wischen sich einige Besucher nicht nur den Schweiß aus dem Gesicht. Die gefühlvolle Ballade, die Gitarre gepaart mit Claptons einfühlsamer Stimme, geht so unter die Haut, dass diese sich schlagartig in Gänsehaut verwandelt.
Den Schlussakkord setzen die Musiker dann mit einem explosiven "Cocaine", um dann ebenso schlicht von der Bühne zu gehen, wie sie gekommen sind. Der stürmische Beifall des Publikums bewirkte noch einen Titel als Zugabe, aber dann war endgültig Schluss. Das Ende eines tollen Konzerts, zu dem man nur sagen kann:
Thank you very much, Mister Slowhand: You were wonderful tonight!
Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass als Vorband Jakob Dylan auf der Bühne stand. Keine zufällige Namensgleichheit mit Bob Dylan, es war wirklich sein Sohn. Seine etwas ruhigeren Songs, die den Einfluss des Vaters durchaus spüren ließen, stimmten das Publikum sehr gut auf das folgende Feuerwerk des Blues und Rock ein.
von Etzelmania - veröffentlicht in: Party
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Dienstag, 15. juli 2008
Am Samstag war's nun wirklich so weit: Meine Aufnahme in den Klub der Alten Säcke war geplant und scheiterte kläglich. ;-)
Wie's dazu kam? Seht selbst.

Ein Geburtstag ist für mich noch nie der Grund gewesen, in eine Sinnkrise zu verfallen oder mir große Gedanken über mein bisheriges Leben zu machen. Viel lieber möchte ich diesen Tag mit den Menschen verbringen, die ich am liebsten mag. Dem Anlass angemessen waren genau 50 Gäste in's Bootshaus des Akademischen Rudervereins zu Leipzig gekommen, um mit mir 'ne tierische Party abzuziehen.
Hey Leute: Ein ganz großes Dankeschön noch mal an alle, die gekommen sind, für die vielen schönen Geschenke,
die fleißige Hilfe bei der Vorbereitung, während der Party und beim Aufräumen,

die tolle Stimmung, die Ihr beim Tanzen und mit Euren Klasse-Beiträgen in den Saal gebracht habt.
 
Ihr habt mir einen wunderschönen Abend und eine tolle Nacht bereitet, die ich nie vergessen werde.
Danke auch an DJ Ralph, der die Bude zum Kochen brachte,
an D-Rolf, der den weiten Weg aus Ulan-Bator nach Leipzig nicht gescheut hat, um uns was auf der Drehorgel zu spielen sowie an Familie Schramm vom  "Restaurant & Café Weiße Elster", die uns mit ganz leckeren Speisen verwöhnte.
Aber die größte Überraschung ist auf jeden Fall meinen Volleyball-Mädels gelungen: Ein halbes Jahr lang haben sie sich heimlich und unbemerkt auf diesen Tag vorbereitet und mit einem Bauchtanz allererster Güte mein Herz höher schlagen lassen.
Ihr wart einfach Spitze! Somit war's natürlich nichts mit meiner Aufnahme in den Klub der Alten Säcke, denn diese Verwöhntherapie als Pascha im eigenen Harem hat mich glatt 20 Jahre jünger gemacht. Vielleicht nicht vom Aussehen, aber auf jeden Fall vom Herzen her. Könnte sein, dass Ihr mich als Übungsleiter jetzt noch ein bisschen länger "ertragen" müsst! ;-) Und eins noch: Das war einfach viel zu gut, um nur ein einziges Mal aufgeführt zu werden. Stelle mich gern immer wieder als Pascha zur Verfügung, lasse mich mit mit leckeren Weintrauben füttern, mir mit dem Palmenblatt frische Luft zu wedeln, rauche dabei ein bisschen Wasserpfeife und lasse mich von Euren Hüftschwüngen meiner Sinne berauben! :-)

Leider konnte ich natürlich nicht den ganzen Abend selbst fotografieren oder filmen. Aber ich hoffe, dass ich von allen, die das getan haben, bald ein paar schöne Bilder oder Videos bekomme, die mich und Euch an diese wilde Party erinnern werden.
Eine kleine Auswahl meiner eigenen Fotos habe ich in dieses Album gestellt. Damit Ihr einen Eindruck davon habt, wie die Fete abging, BEVOR die Polizei (die beiden haben mir auch ganz nett zum Geburtstag gratuliert) aufkreuzte, hier noch ein kleines Video:


von Etzelmania - veröffentlicht in: Party
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Sonntag, 6. juli 2008
Nun sind wir schon wieder 'ne ganze Woche wieder hier, aber der Urlaub wirkt immer noch (positiv) nach.
Nachts im Traum bin ich immer noch auf Fähren unterwegs und sehe Wasserfälle und hohe Berge! ;-)
Am Mittwochabend hatte ich die Idee, mir mal vorm Schlafengehen noch ein paar Urlaubsbilder anzugucken. Nach über 900 Stück (gegen 1:00Uhr) habe ich dann Schluss gemacht.
Vielleicht ist es Zeit für ein kurzes Fazit zu unserer Reise.

Norwegen
Unsere Vorstellungen vom Land und von seinen Naturschönheiten wurden von der Realität weit übertroffen. Die Fahrt war ja für uns zum Kennenlernen des Landes gedacht, um Pläne für weitere Reisen schmieden zu können. Jetzt müsste ich eigentlich ca. 10 Jahre lang jedes Jahr in eine andere Ecke Norwegens fahren, um die einzelnen Gegenden näher zu erkunden. Das ist wahrscheinlich schon aus finanziellen Gründen kaum möglich, also wird es wohl eher viel länger dauern oder wir beschränken uns auf was besonders Interessantes.

Da würde meine Wahl wohl zuallererst auf die Lofoten und Vesteralen fallen.Wandern in den Bergen, Radfahren, Bootfahren, Paddeln, Walsafari, Angeln, Nyksund aufbauen und vieles mehr wäre dort denkbar. Mal sehen, was uns da noch so alles einfallen wird.

Oft gibt's Fragen zu den Kosten in Norwegen. Auch wenn ich dazu noch keine genauen Infos habe (der Schreck kommt sicher erst mit der Kreditkartenabrechnung) ;-), muss man Norwegen schon als recht teures Urlaubsland einstufen. Aber das wussten wir ja schon vorher. Überrascht hat uns, dass der Preis für Diesel höher ist als für Benzin. Und auch höher als in Deutschland. Wir haben zwischen 1,60€ und 1,90€ je Liter bezahlt. Es gibt (wie bei uns) verschiedene  Märkte (u.a. z.. auch Lidl), in denen man relativ  preisgünstig die Grundnahrungsmittel einkaufen kann. Im Durchschnitt ist alles etwas teurer als bei uns. Fleisch ist erheblich teurer, Alkohol fast unbezahlbar. Da wir aber weitestgehend auf Selbstversorgung eingestellt waren, hat uns das nicht so sehr berührt.
Sehr praktisch sind die Unterbringungsmöglichkeiten. Der Stellplatz für den Caravan mit 4 Personen, Strom und Dusche hat uns umgerechnet 5 bis 8€ gekostet. Aber man muss ja nicht unbedingt jede Nacht auf dem Campingplatz verbringen. Es gibt eigentlich überall geeignete Stellen, wo man auch mal einfach von der Straße runter fahren und dort ein paar Stunden über Nacht bleiben kann. Es sollte nur nicht in Dauercamping ausarten. Natürlich gibt's auch viele Hütten in unterschiedlichen Ausstattungen, wo man für 2 bis 8 oder mehr Personen Übernachtungsmöglichkeiten hat. Die Preise sind regional sehr unterschiedlich, aber erschwinglich. Auf den Campingplätzen schwankten die Preise für die Hütten von etwa 40 bis 120€ (je nach Größe und Ausstattung). Eintrittsgelder für Touristenattraktionen, Museen usw. haben "gehobenes Niveau". Für's Nordkapp mussten wir z.B. pro Nase 200 Kronen (fast 30,-€) berappen, mal abgesehen von der Maut für den Tunnel kurz davor (601NOK in jeder Richtung für den Caravan incl. 4 Personen).
Die Maut ist sowieso so ein Ding für sich. Im Süden und in der Mitte wird man sehr häufig (allerdings meist Kleinbeträge zwischen 1 und 5€) zur Kasse gebeten, im Norden wurde es dann seltener.
Angeln ist an der Küste und der offenen See kostenlos möglich, an Binnengwässern und Lachsflüssen braucht man eine ziemlich teure Angelbescheinigung.

Mit Englisch kommt man eigentlich fast überall gut zurecht, Deutsch wird seltener gesprochen. Außer in der Nähe von Großstädten ist der Verkehr deutlich weniger als in Deutschland; im Nordosten ist uns mal 20min lang kein Auto entgegengekommen und das am Tage!

Und: Blog sei Dank gab's immer mal auch ein frei zugängliches WLAN (an Tankstellen,Einkaufszentren, Campingplätzen), über das ich meine Berichterstattung abwickeln konnte.


Finnland
Hier waren wir ja nur kurz. Es war nett, mal wieder leicht "vergleichbare Preise" in Euro zu sehen. Ist wesentlich günstiger als Norwegen, so etwa mit Deutschland zu vergleichen.

Das Land selbst ist entlang unserer Fahrstrecke sehr flach und ohne große Abwechslungen gewesen.Eher was für Leute, die mal 2 Wochen Urlaub an einem einsamen See in aller Ruhe und gemeinsam mit vielen Mücken ;-) verbringen möchten.


Schweden

Da sind wir ja eigentlich mehr "durch geflogen". Schweden ist sicherlich eine eigene Erkundungstour wert. Aber das, was wir dort gesehen haben, war auch sehr erlebnisreich. (Ich meine jetzt nicht nur die großen, blonden Schwedinnen!) Stockholm ist eine wunderschöne Stadt und hat sogar mir gefallen, obwohl ich sonst eher ein Stadtbesichtigungs-Muffel bin. Insgesamt gesehen kam mir aber alles schon eher "mitteleuropäisch" vor, die Wildheit der Natur wie in Norwegen war an unserer Fahrstrecke nicht so ausgeprägt.

Tanken ist auch hier recht preisintensiv, aber immer noch günstiger als in Norwegen. In Stockholm waren wir sogar ein paar mal in der Kneipe, ohne das letzte Hemd ausziehen zu müssen. Allerdings muss man schon etwas nach günstigeren Angeboten suchen. Aber das ist ja z.B. in Berlin auch nicht anders. Das gleiche trifft auf's Einkaufen zu, auch in Schweden gibt's preisgünstige Läden, wenn man weiß wo, oder zufällig drauf stößt (wie wir im Kreuzberg Stockholms lt. Definition von Rosi). :-)

Auf den Campingplätzen (wie übrigens auch in Finnland) gibt's fast überall auch 'ne Sauna, sogar auf der Fähre von Trelleborg nach Travemünde war eine. Camping, Hütten oder Wanderer-Unterkünfte sind eine gute Möglichkeit, auch im Herzen einer Großstadt wie Stockholm eine preisgünstige Unterbringung zu bekommen. Die WLAN's waren hier nur noch gegen Geld nutzbar, da hat dann doch schon der Kommerz gesiegt.

 

Das soll dann also meine Kurzzusammenfassung gewesen sein. Hoffe, dass ich zumindest die wichtigsten Fragen beantwortet habe, die mir bisher gestellt wurden. Wenn jemand noch was anderes wissen möchte, können wir das gern über Kommentare machen, sofern ich eine Antwort dazu geben kann.

von Etzelmania - veröffentlicht in: Norwegen - Community: Norwegen
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Sonntag, 29. juni 2008
Am Donnerstag verabschiedeten wir uns aus dem schönen Stockholm und machten uns auf die Weiterfahrt Richtung Trelleborg, das wir am Freitagabend erreichen wollten.

Unterwegs kam uns an einem Wegweiser ganz spontan die Idee, dem Schloss Gripsholm noch einen kurzen Besuch abzustatten. Ein kleiner Umweg, der sich wirklich gelohnt hat. Ganz idyllisch liegt das Schloss am Ufer eines Sees,

eigentlich auf einer Insel, durch eine Zugbrücke mit Alibifunktion vom Festland getrennt.

Alles strahlt totale Ruhe aus. Man kann das ganze Gelände des Schlosses und den umliegenden Park kostenlos betreten.

Aus Zeitgründen besichtigten wir die Räume im Schloss nicht und sahen uns nur noch die Schmalspurbahn an.
Diese ist so richtig uralt und das ganze Drumherum ist auch völlig auf historische Bahn getrimmt. Die Wagen sind teilweise zum Transport von Gegenständen, teilweise zum Personentransport in verschiedenen Klassen (von 1 bis 3 bzw. offene Wagen) bestimmt. Der Schaffner rennt in historischer Uniform rum und die Dampflok sieht richtig niedlich aus.
Danach ging’s weiter durch „Elchland“. Man wird ja regelmäßig gewarnt, dass man keinen Elch überfährt. ;-) Wir haben dann auch tatsächlich an der Straße 2 Elchkühe gesehen. Natürlich haben wir gewendet und sind noch mal zurück gefahren, aber sobald man langsamer vorbei gefahren ist, sind die beiden gleich wieder im Gebüsch verschwunden. So ist uns leider kein Foto gelungen.

In Vaxjö übernachteten wir das letzte Mal in Schweden und fanden dort auf dem Campingplatz in der Rezeption auch ein paar Prospekte von 2 Elchparks. Der eine davon lag fast direkt an unserer Strecke, so dass wir für den Freitagvormittag noch einen Besuch in Hamneda-Elinge einplanten. Während unserer 3 Wochen hatten wir einfach noch nicht genug Elche gesehen.
Das war so genial dort! Es ist so ähnlich wie in Bayern auf einem Bauernhof, nur dass dort hinterm Zaun keine Kühe, sondern richtige Elche stehen. Am Eingang bekamen wir Birkenzweige zum Füttern der Tiere in die Hand gedrückt und dann ging’s los. Unter anderen Elchen gibt’s dort auch Bruno
zu sehen, der in der Fernsehserie „Inga Lindström“ mitgespielt hat. (Rosi kannte die Serie sogar!) ;-)

Die zwei Elchkälber haben wir nur gesehen, aber sie kamen noch nicht zum Zaun, um uns aus der Hand zu fressen.

 Cilla Sjöhlin, die im dazugehörigen Souvenirshop u.a. selbst gefertigten Schmuck aus Elchgeweih anbietet, erklärte uns dann in sehr gutem Deutsch einiges zum Thema Elch. War wirklich hochinteressant und nicht nur für mich als Jäger ein tolles Erlebnis.
Einige sind dabei vor Freude sogar zum Elch geworden!

Naja, für den elch-typischen Gesichtsausdruck muss Sabine wohl noch etwas üben! ;-)

Ja, dann hieß es für uns so langsam Abschied nehmen von Skandinavien. 16:50Uhr kamen wir in Trelleborg am  Fährhafen von TT-Line an.
Unsere Fährtickets lagen natürlich sorgfältig weggeräumt in Leipzig im Schrank ;-), aber das ist ja überhaupt kein  Problem heutzutage. Am Abfertigungsschalter sagte uns eine freundliche Schwedin, dass unsere für 23:00Uhr vorgesehene Fähre nach Rostock mindestens 2h Verspätung haben wird. Auf meine Frage, ob man das Ticket auf eine andere Fähre umbuchen kann, erhielt ich die Antwort, dass wir mit der Fähre Robin Hood nach Travemünde fahren könnten. Mit 3 Klicks im Computer war unser Ticket umgebucht und nach 5min standen wir schon mit dem Auto auf’m Schiff. 17:30Uhr legte die Fähre ab. Geht das einfach!

Geplante Ankunftszeit war 0:30Uhr, dass heißt, wir verbrachten den ganzen Abend auf dem Schiff und der Sonnenuntergang auf der Ostsee setzte noch mal einen schönen, symbolischen Schlusspunkt unter eine phantastische 3 Wochen-Tour, an die wir uns alle sicherlich ein Leben lang erinnern werden.

Mehr schöne Bilder von den Elchen und Schloss Gripsholm!

von Etzelmania - veröffentlicht in: Norwegen - Community: Norwegen
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Samstag, 28. juni 2008

… sind doch keine Legende.

Nach einer weiteren längeren Tagesfahrt trafen wir in Stockholm ein, genau zur Rush hour. Hier spürt man sofort den Atem einer Großstadt. Nachdem wir 2 Wochen auf eher fast leeren Straßen dahin gefahren waren, tobte hier das Leben, und zwar nicht nur auf der Straße.

Ja, die tollen schwedischen Blondinen gibt’s wirklich. Mit ausdrücklicher Genehmigung unserer Frauen durften wir Männer uns auch immer mal umschauen, wenn wieder so ein langbeiniges, blondes Exemplar unsere Wege kreuzte. Nur fotografieren durften wir sie nicht! ;-) (Also fahrt mal schön selber nach Stockholm, es lohnt sich!)

Wir hatten uns für diese wunderschöne Stadt einen ganzen Tag eingeplant und das hat sich auch wirklich gelohnt. Bei strahlend blauem Himmel ging’s auf eine Stadtrundfahrt in einem Panoramabus, um möglichst viel von dieser City zu erfahren. Ich bin begeistert von den vielen alten Gebäuden, ehrwürdigen Palästen,

Inseln, Brücken, Schiffen und vom pulsierenden Leben hier. Gamla Stan, die historische Altstadt hat einen geradezu umwerfenden Charme. Die vielen schmalen Gassen,

in fast jedem Haus ein Laden oder eine Kneipe, der Königspalast,

Kirchen, Museen und rundherum die Ostsee mit tausenden von Booten, Ausflugsdampfern, Segelschiffen

bis hin zu riesigen Kreuzfahrtschiffen sind wirklich ein Erlebnis.

Auf dem Festland, in einem kleinen Park, war eine riesige Videoleinwand aufgebaut, auf der alle Spiele der EM gezeigt wurden und werden. Wir hatten aber bereits in der Gaststätte auf unserem Zeltplatz einen Tisch bestellt, um dort das Spiel gegen die Türkei zu schauen und entschieden uns deshalb, auf das Public Viewing zu verzichten. Die Reservierung war eine ausgezeichnete Idee, da wohl alle Deutschen auf dem Zeltplatz Fußball gucken wollten. Ein großer Teil konnte dann nur von draußen durch die Fenster schauen. Zum deutschen Zitterspiel gibt’s ja nur noch zu sagen, dass soviel Dusel allein wie heute wahrscheinlich im Endspiel nicht reichen wird. Auf jeden Fall können wir unsere Deutschland-Trikots auch am Sonntag noch mal anziehen!

Weitere Bilder von Stockholm sind in diesem Album zu sehen.

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Donnerstag, 26. juni 2008

Der spannendste Teil unserer Fahrt ist nun leider vorbei. Aber auch auf unserer Heimfahrt finden wir immer wieder interessante Dinge. Wir müssen jetzt jeden Tag etwas größere Strecken fahren, damit wir pünktlich am Freitag an unserer Fähre in Trelleborg ankommen.

Für den Samstag hatten wir uns aber nur ‚ne kurze Strecke vorgenommen, weil wir etwas Nachholebedarf an Schlaf hatten.

Wir suchten uns einen Campingplatz in Karasjok aus, das ist die norwegische Hauptstadt der Samen, der Ureinwohner Lapplands.

Dort gab’s ein richtiges samisches Zelt mit offener Feuerstelle in der Mitte, rundherum Bänke, die mit Rentierfellen belegt waren, damit man schon warm sitzt. Damit war klar, wo wir unser Abendbrot einnehmen.

Unsere Gastgeber (Familienbetrieb) waren unwahrscheinlich freundlich. Da am Abend das Fußballspiel Niederlande-Russland übertragen wurde, hatten sie in einem Raum extra ‚ne Leinwand und einen Beamer aufgebaut, damit die Gäste (vorwiegend Deutsche und Holländer) das Spiel verfolgen konnten. Dazu brachten sie Kaffee und Muffins für alle. Wirklich Spitze! Da die holländische Mannschaft offensichtlich Angst hatte, im Endspiel auf  Deutschland zu treffen, hat sie sicherheitshalber gleich erst mal gegen Russland verloren. Wäre doch nicht nötig gewesen! ;-)

Am Sonntag ging’s dann weiter nach Finnland, wo wir bis zur Ostseestadt Tornio fuhren. Auf dem Zeltplatz dort gab’s gleich nach der Ankunft für uns erst mal einen Besuch in einer echten finnischen Sauna, übrigens gleich im Preis für den Platz enthalten.

Wie man sieht, hat’s nun endlich mit einem ordentlichen Fang geklappt!

Nur Profis erkennen sofort das Preisschild auf der Rückseite der „Norsk Ørret“. Der immerwährende Streit mit Roland, der behauptet, das wäre ein Lachs, und mir (bin der Meinung, es ist ‚ne Forelle) konnte auch in Finnland nicht entschieden werden. Jedenfalls hat das Tierchen wieder lecker geschmeckt.

Übrigens, wir haben sogar Finnisch gelernt, allerdings nur ein Wort. Dabei handelt es sich wohl um das wichtigste Wort des finnischen Sprachschatzes: Ittika

Auf deutsch: Mücke

Mann, haben uns die Biester zerbissen!

Die neue Woche bringt nun für uns längere Fahrten durch Schweden. Am Montag ging’s ca. 500km die Ostseeküste entlang gen Süden. Dabei konnten wir aber auch wieder was sehr Interessantes entdecken: eine Sprungschanze an einem Ostseeort. Wir dachten erst, wir sind im falschen Film. Die Schanzenanlage führt am tiefsten Punkt des Auslaufes unter einer Eisenbahnlinie durch, und das Ende des Auslaufes ist als Brücke über eine Straße gebaut. Verrückt!


 

Alle Bilder gibt's hier


PS: Leider klappt's im Moment nicht mehr so regelmäßig mit Inernet-Zugang. Der Rest unserer Reise wird wohl dann erst später online beschrieben!

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Spruch des Tages

Der Optimist erklärt, dass wir in der besten aller möglichen Welten leben, und der Pessimist fürchtet,  dass dies wahr ist.

James Branch Cabell

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