Leider nur knapp 2 Tage blieben für unseren ersten Canada-Aufenthalt. Von den Niagara-Fällen sind es nur etwa 80km bis Toronto, der heimlichen Hauptstadt von Canada.
Zielsicher führte uns das Navi in unsere Herberge in der King-Street. Bereits unterwegs hatten wir ein 4-Bett-Zimmer in einem Global Village Hostel gebucht, das für 2 Nächte zu einem günstigen Preis mitten in Downtown Toronto unsere Unterkunft sein sollte. Das erste, was uns auffiel, war der Unterschied zwischen den 2 Großstädten New York und Toronto. Hier ist alles viel ruhiger und gelassener. Die Menschen hetzen nicht herum wie in New York, an den Kreuzungen werden die Fußgänger gern über die Straße gelassen, ohne dass sie ihr Leben riskieren müsssen. Die Menschen haben Zeit für mehr als nur ein paar geschäftige Worte mit uns Touristen. Allerdings gab’s ein Problemchen, mit dem wir vorher nicht gerechnet hatten: Wohin mit dem Auto? Ein ziemlich unübersichtliches System von Parkmöglichkeiten brachte uns fast zur Verzweiflung. Die Parkzeiten gelten immer von 6:00 bis 18:00 und von 18:00 bis 6:00Uhr. Wir stellten das Auto erst mal für 14$ in ein Parkhaus und wollten uns für den Morgen ab 06:00 eine preisgünstige Alternative suchen.
Nach dem Einchecken gings gleich für ein paar abendliche Stunden durch die Downtown. Die kleinen Kneipen, große Hotels und viele Sehenswürdigkeiten laden zum Verweilen ein, aber nach einem kleinen Stück Pizza waren wir alle reif fürs Bett. 05:45 klingelte aber erst mal für Jörg und mich der Wecker; das Auto musste bis 6 Uhr aus der Tiefgarage raus. Überall gab’s nur Automaten, die horrende Summen bis zum nächsten Tag nachmittags aufriefen. Nach einigem Suchen fanden wir einen Parkplatz, der tatsächlich von einem Menschen bewacht wurde. Wir fragten nach den Konditionen für 36 Stunden: Normalerweise wären es 35$ gewesen, der Typ meinte 30$. Geeignigt haben wir uns ziemlich schnell auf 20$! ;-) Meiner Meinung nach nicht zu viel für eine Parkmöglichkeit 500m vom CN-Tower entfernt.
Nach einer Kleinigkeit zum Frühstück im Hostel (Pancakes und Tee, beides kostenlos) war der CN-Tower auch gleich unser erstes Ziel. 553m hoch ragt das zweithöchste Bauwerk aus dem Jahr 1976 weit über die Wolkenkratzer von Downtown Toronto hinaus. Auch hier muss man erst mal aus dem Wirrwarr unterschiedlicher Angebote und Rabatte das raus finden, was am besten den eigenen Vorstellungen entspricht. Wir haben uns entschieden, alles mitzunehmen, was der Tower bietet. Los ging’s mit einem kurzen Film über den Bau dieses gigantischen Turms, gefolgt von einem kurzen, Achterbahn ähnlichen Sience-Fiction-Erlebnis. In der Zwischenzeit hatte der Wind den Regen wieder vertrieben und auf der Fahrt mit dem teilweise außen verglasten Fahrstuhl ging es in weniger als einer Minute bis auf 343m Höhe. Auf dem Berliner Fernsehturm war ich ja schon, aber das war dann doch eine ganze Ecke höher. Das umlaufende Observation-Deck war leider wegen zu heftigem Wind geschlossen, aber von der Restaurantebene hatte man bereits einen Superblick auf die City. Eine Etage drunter liegt der Glas-Floor. Es gab einige Leute, die kein Vertrauen in das Glas hatten, unter dem 340m NICHTS war. Wir waren aber ganz mutig, stellten uns auf die Glasscheiben, blickten nach unten und fotografierten alles ausgiebig.
Weiter gings dann in den nächsten Fahrstuhl, der uns bis auf 447m Höhe brachte. Von dort war die Aussicht noch eindrucksvoller. Irgendwie fehlen einem dann immer die Worte, um seine Gefühle richtig beschreiben zu können. Aber eins steht fest: Das war ein Erlebnis der Extraklasse für uns! Noch nie hatte ich z.B. ein Flugzeug beim Landeanflug auf den Flughafen von oben gesehen, geschweige denn fotografiert.
Anschließend wanderten wir weiter am Roger-Center (das Stadion der Football- und der Baseball-Mannschaft Torontos) entlang zur Harbourfront
Nachdem wir uns bei einem leckern Spicy Thai Essen gestärkt hatten, machten wir noch eine Hafenrundfahrt zu den vorgelagerten Inseln. Unter anderem fuhren wir auch an dem einzigartigen Flughafen von Downtown Toronto vorbei, der sich nur wenige Meter aus dem Wasser erhebt, auf einer Insel gelegen ist (zum Checkin geht’s nur mit der Fähre) und aufgrund der Kürze der Landebahn nur für Propellermaschinen zugelassen ist. In der Zeit haben wir ein Flugzeug beobachtet, das 2x durchstarten musste, bevor beim dritten Anflug die Landung klappte. Die Tour wurde von einer dreiköpfigen Crew begleitet, die die Dreiviertelstunde richtig angenehm vorüber gehen lies. Anett durfte sogar mal das Steuer des Schiffs übernehmen!
Dann erkundeten wir die City weiter zu Fuß. Die abwechslungsreiche Mischung von kleineren Altbauten und riesigen Wolkenkratzern war sehr beeindruckend. Der St. Lawrence Market (eine riesige Markthalle), das Eaton Centre (riesiger Shopping-Tempel), die City Hall und die vielen kleinen und größeren Geschäfte auf der Queen Street ließen die Zeit wie im Flug vorrüber gehen. Eigentlich wollten wir dann im Hostel eine Kleinigkeit futtern, aber die Küche war leider zu. Den Gang in einen irischen Pub gleich um die Ecke haben wir aber nicht bereut. Das leckere Essen war (fast) der Schlusspunkt eines langen und erlebnisreichen Tages. Danach führte uns unser Weg in die Hostel-Bar zu Desiree, der unwahrscheinlich netten Bardame von den Phillipinen. Mit ihr und den vielen Gästen aus aller Welt konnte man sich mit der Zeit immer besser unterhalten. Woran das nur lag? ;-)
Ein paar Stunden später (wieder nach Pancakes und Tee/Kaffe) ging dann unsere Stadtbesichtigung durch Downtown weiter. Chinatown und Kensington Market standen noch auf dem Plan. Natürlich war nebenbei auch noch etwas Geocaching angesagt.
Aber die richtige Ruhe hatten wir dann doch nicht mehr. Nach einem von Anett lang ersehnten Sushi-Essen setzten wir uns wieder in’s Auto und traten die Heimreise an.
Tut mir leid, dass ich immer noch keine Bilder online stellen konnte, aber es ist einfach zuwenig Zeit zum Konvertieren und Hochladen. In den Motels gibt es zwar teilweise WLAN, aber da ich
keinen eigenen Computer mit habe, ist das alles etwas schwierig. Auch nicht wundern, dass der Reisebericht nicht in der richtigen Reihenfolge ist! ;-)

Gummistiefel oder wenigstens Wanderschuhe waren sehr empfehlenswert. :-)
Die Menge kam so langsam in Festivallaune und feierte sich, die Musik und
die Show auf der Bühne. Tocotronic folgten und nach einer kurzen Pause (man muss ja auch mal was essen und vor allem trinken) gab's am Abend noch die Sportfreunde Stiller,
Bloc Party und The Killers. Ich möchte keine Band total
hervorheben. Sie waren alle Klasse, bis auf eine Ausnahme: Bloc Party war ziemlich schwach, für mich DIE Enttäuschung aller drei Tage.
war für mich dann die Überraschung schlechthin. Mit feinster irischer
Rockmusik incl. vollem Geigen-Einsatz brachten sie die Bude zum Kochen. Kettcar und The Hives verstärkten den Zustand weiter und völlig den Rest gaben uns allen dann Die
Ärzte.
Bela, Farin und Rod, Ihr wart Spitze!
Den Schlussakkord setzen die Musiker dann mit einem explosiven "Cocaine", um dann
ebenso schlicht von der Bühne zu gehen, wie sie gekommen sind. Der stürmische Beifall des Publikums bewirkte noch einen Titel als Zugabe, aber dann war endgültig Schluss. Das Ende eines tollen
Konzerts, zu dem man nur sagen kann:
die fleißige Hilfe bei der Vorbereitung, während der Party und
beim Aufräumen,
an
Ihr wart einfach Spitze! Somit war's natürlich nichts mit
meiner Aufnahme in den Klub der Alten Säcke, denn diese Verwöhntherapie als Pascha im eigenen Harem hat mich glatt 20 Jahre jünger gemacht. Vielleicht nicht vom Aussehen, aber auf jeden Fall vom
Herzen her. Könnte sein, dass Ihr mich als Übungsleiter jetzt noch ein bisschen länger "ertragen" müsst! ;-) Und eins noch: Das war einfach viel zu gut, um nur ein einziges Mal aufgeführt zu
werden. Stelle mich gern immer wieder als Pascha zur Verfügung, lasse mich mit mit leckeren Weintrauben füttern, mir mit dem Palmenblatt frische Luft zu wedeln, rauche dabei ein bisschen
Wasserpfeife und lasse mich von Euren Hüftschwüngen meiner Sinne berauben! :-)
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