Weihnachten ist vorbei - die Gans gegessen, die Geschenk verwichtelt - hier ein paar Eindrücke, wie's bei uns in Rückmarsdorf gerade aussieht.
Und hier noch: Etzels Wohnung! ;-)
Weihnachten ist vorbei - die Gans gegessen, die Geschenk verwichtelt - hier ein paar Eindrücke, wie's bei uns in Rückmarsdorf gerade aussieht.
Und hier noch: Etzels Wohnung! ;-)
Nun endlich Boston, die wunderschöne Millionenstadt an der Atlantikküste! Wir sind in Massachusetts, juhu!
Uns begrüßt eine völlig andere Atmosphäre als in Manhattan. Alles ist ruhiger und ohne große Hektik starten wir bei einem „kontinentalen Frühstück“ (gaaaanz einfach, etwas Toast, Butter und Marmelade, aber recht guter Kaffee und Tee) in den neuen Tag. Erst mal die Innenstadt erkunden, mitten in Downtown drei historische Markthallen,
natürlich der Hafen mit Meeresmuseum und unzähligen „Wharfs“ (Anlegestellen). Für alles reicht die Zeit sowieso nicht.
In Boston wurde uns die allgemein vertretene These, in den Staaten gäbe es nur Fastfood, eindruckvoll widerlegt. In einem irischen Restaurant
speisten wir lecker zu Mittag, am Abend futterten wir im Barking Crab Hummer und Krabbenbeine.
Erstaunlich war für uns, dass in Boston die Preise für’s Parken relativ human sind, abends findet man selbst in Downtown mit etwas Suchen einen kostenlosen Parkplatz. Tagsüber gibt es dort nur Kurzparken oder sündhaft teures Parkhaus. Wenn man jedoch einen halben Kilometer laufen in Kauf nimmt, kann man für 11-12$ den ganzen Tag parken.
Am Abend hatten wir dann noch einen Besuch in einer Blues-Bar geplant. Adresse in’s Navi eingeben, losfahren, ankommen. Allerdings landeten wir in unmittelbarer Nähe vom Baseballstadion, in dem gerade ein Spiel der Bostoner Mannschaft stattfand. Das Park-Chaos rund um’s Stadion kann man sich nicht vorstellen, wenn man es nicht mit eigenen Augen gesehen hat. Selbst Tankstellen hatten geschlossen und jeden verfügbaren Winkel gegen richtig viel Geld in Parkplätze verwandelt. Schweren Herzens verzichteten wir auf die dortige Blueskneipe und versuchten unser Glück in Downtown. Dorthin zu kommen, war allerdings alles andere als einfach. Selbst das Navi hatte es nicht leicht, bei Tunneln und Abfahrten im Tunnel, sowie teils 4 übereinander liegenden Fahrbahnen den richtigen Weg zu finden.
2. Tag
Für heute hatte uns Rosi „befohlen“ ;-), eine Wal- Besichtigungstour mit zu machen. Sie selbst wollte lieber noch etwas den Hafen besichtigen, weil ihr die Schiffstouren meist nicht so gut bekommen.
Pünktlich 10Uhr ging’s auf ein Katamaran-Boot, das sich mit ca. 20km/h vom Kai entfernte. Nach ein paar Minuten gab der Käpt’n Vollgas und wir rasten mit über 60 Sachen auf’s offene Meer. Schnell war nur noch ein schmaler Rand Land zu sehen, das Schiff wurde langsamer und die Passagiere guckten neugierig und ungeduldig auf das Wasser. Dann plötzlich die erste Wasserfontäne in einiger Entfernung! Von da an klickten ohne Pause die Kameras.
Immer näher kamen wir heran und hatten die imposanten Tiere fast zum Greifen nah! Flankiert von Delphinen tauchten immer wieder die Wale mit der bisher nur auf Bildern oder in Filmen gesehenen Fontäne auf und ließen sich von uns bestaunen. Gänsehaut-Feeling!
Leider war’s für alle viel zu schnell vorbei und mit Volldampf ging es wieder zurück. Tief beeindruckt legten wir nach 3,5h Fahrzeit und 115km gefahrener Strecke wieder an.
Zeit zum Verschnaufen und Verarbeiten der Eindrücke blieb nicht, denn am Nachmittag hatten wir eine kleine Besichtigungsfahrt mit „Duck-Tours“ geplant.
Diese putzig aussehenden Busse entpuppten sich als Amphibienfahrzeuge und nachdem wir die Tour mit einer Rundfahrt durch die Stadt aus Rädern begonnen hatten, ging es übergangslos in’s Bostoner Wasser.
Es war eine äußerst lustige Tour, zumal sich auch die kleinen und großen Kinder mal an’s Steuer setzen und lenken durften.
Am späten Nachmittag verließen wir Boston in Richtung Norden und in Rochester NH (New Hampshire) fanden wir eine tolle Unterkunft. Dort konnten wir nachholen, was wir in Boston versäumt hatten – Live-Musik begrüßte uns im Kneipchen, das zum Haus gehörte.
Innerhalb weniger Minuten kannten wir Robin, den Barkeeper Luke, die Gitarristen Matt und Adam sowie einige andere Leute in der Kneipe und wenig später sang ich zusammen mit der Band „Knocking on heavens door“. Stephan hätte seine helle Freude an diesem Abend gehabt. Schade, dass Du nicht dabei warst.
Special thanks to Matt and Adam from “Hopeless Folk”. It was a great evening for us: listen your music and sing together with you we won’t forget. An if you ever will be in Leipzig, we will trink a BIIIIIG German beer together!
Mit den Abkürzungen muss man erst mal klar kommen. Da es aber viele amerikanische Städtenamen sehr häufig gibt, nennt man hier immer gleich den entsprechenden Bundesstaat dazu.
Übernachtet wurde diesmal in Mystik CT (Connecticut), in einem **-Econolodge Motel mit guter Ausstattung und fairen Preisen. Da man ja vorher nie weiß, an welchem Ort man abends ist, kann man die Übernachtung eigentlich nicht vorausplanen. Aber Navi, Handy und Notebook (WLAN findet man hier fast überall) helfen einem sehr schnell weiter.
Am Morgen begrüßte uns ein strahlend blauer Himmel und erst jetzt konnten wir sehen, zu welcher schönen Stadt an der Atlantikküste uns der Weg geführt hatte. Eine kurze Schatzsuche lockte uns in ein tolles Dörfchen (Old Mystic Village), das wir gleich erst mal erkunden mussten.
Nachdem wir die hiesige Wirtschaft etwas beim Aufschwung unterstützt hatten, folgte eine kleine Rundfahrt durch dieses idyllische Städtchen.
Für die Weiterfahrt wählten wir nicht die Interstate 95, sondern den Highway 1, die so genannte „Boston Post Road“. Die Nummer 1 hat diese Straße deshalb, weil es der erste Postweg an der Ostküste zwischen New York und Boston war. Sie führt durch viele Städte und Dörfer, aber dadurch sieht man natürlich deutlich mehr als auf der Autobahn. Immer wieder gibt’s dann von der alten Straße Varianten, die zu besonders interessanten Orten führen, wie z.B. Newport RI (Rhode Island).
Dort sahen wir uns im Hafen die frisch gefangenen Hummer an und kosteten danach natürlich auch gleich im nebenan gelegenen Restaurant, wie gut diese schmecken. Etwas Geld war noch übrig, so dass wir uns gleich noch etwas auf dem Immobilienmarkt umsahen. Allerdings konnten wir uns dann doch nicht entscheiden, welches Anwesen wir nehmen sollten:
Dieses
Oder Dieses?
Im heutigen Album gibt’s noch ein paar andere Kandidaten; ich denke, es kann jeder verstehen, dass wir uns bei der Auswahl unseres zukünftigen Ferienobjekts nicht so richtig einig werden konnten. Besonders auf dem Ocean Drive gab’s ein paar „bescheidene Hüttchen“, bei deren Anblick man kaum noch den Mund zu gekriegt hat.
Gegen Abend kamen wir dann in Boston MA (Massachusetts) an und checkten (Name gemerkt!) wieder in einem Econolodge ein.
Morgen und evtl. auch noch übermorgen steht Boston auf unserem Programm - ich bin schon sehr neugierig auf diese Stadt. Da es bestimmt wieder ein anstrengender Tag wird, wünsche ich alles Lesern einen guten Abend bzw. Morgen und verschwinde in meinem schönen großen Queen-Size-Bett
19.04.10, 20:00Uhr, Orient (NY), Fähre nach New London
Endlich haben wir mal ein wenig Zeit zum Verschnaufen – wenigstens für 90min. und wie sich’s gehört, nutzen wir diese, um mal was Neues von uns hören zu lassen.
Heute morgen ging unser Aufenthalt in New York zu Ende. Nach dem Frühstück checkten wir aus dem Carterhotel aus, der Liftboy hatte innerhalb einer Minute ein Großraumtaxi für 5 Personen, 4 Koffern und diversen Beuteln am Start. Los ging die Taxitour nach LaGuardia, wo wir unser Auto reserviert hatten. Ein Chrysler mit 7 Sitzen und Stauraum für’s ganze Gepäck wartete auf uns und nach wenigen Minuten waren wir schon auf Achse. Die Südküste von Brooklyn war unser erster Zwischenstopp, wunderbare breite und endlose Sandstrände – menschenleer. Und das bei 63° Lufttemperatur! Naja, Fahrenheit nur, aber trotzdem klingt das doch erst mal schon recht warm, oder?
Auch wir ließen uns nicht vom strahlenden Sonnenschein locken, sondern gingen auf die Long-Island-Erkundungstour. Die äußerste Ostspitze der Insel wollten wir gern sehen.
Auf dem Weg dahin gab es zu beiden Seiten der Strecke immer wieder feinste Sandstrände zu sehen, dazu die typisch amerikanischen Anwesen. Die Farm des Kennedy-Clans haben wir leider nicht gefunden, aber die Grundstücke mit Bebauung ließen ahnen, dass die Armut hier nicht unbedingt ein zuhause hat. Tolle Villen direkt am Meer, zahlreiche Appartements und Ferienhäuser, feine Restaurants und rustikale Kneipchen, Weinfelder und Gärtnereien säumten unseren Weg.
Zum Mittagessen wählten wir ein typisch amerikanisches Restaurant aus (Rosi wollte eins ohne Tischdecken) ;-). Nach der wirklich sehr leckeren und reichhaltigen Mahlzeit hatten wir aber höchstens ‚ne halbe Stunde Zeit, bis Jörg’s Lieblingseiskette auf unserem Weg auftauchte: Cold Stone Icecream Factory. Ehrlich, so ein Eis haben wir noch nieeeeeeeeeee vorher gegessen, mal abgesehen von gestern Abend, als wir nach unserem Besuch in der Pravda-Bar auch schon an einem Cold Stone vorbeikamen. Die Portionen, die man dort serviert bekommt, lassen unschwer erahnen, warum viele Einheimische ein paar Kilo zuviel auf die Waage bringen. Wir bestimmt auch bald!
Kurz vor dem Sonnenuntergang waren wir dann in Orient angekommen, von wo uns die Fähre von Long Island wieder auf’s Festland bringen sollte. Zum Glück war recht wenig Betrieb und so konnten wir ohne Reservierung noch mitfahren.
Weitere Bilder gibt's in einem neuen Album.
Habt Ihr eigentlich ‘ne Ahnung, wo und wie wir in New York übernachtet haben? Natürlich 100m vom Broadway und dem Time Square entfernt, zwischen Westin und Hilton Theater! Man gönnt sich ja sonst nichts. Die ganzen Promis leisten sich irgendwelche Absteigen am Central Park oder im Süden der Stadt und müssen sich dann jedes Mal von einer dicken Limousine zum Time Square kutschieren lassen. Wir waren innerhalb von einer Minute zu Fuß dort, wo das Chaos tobt.
Bitte den Geheimtipp nicht weiter verraten – sonst wollen dort alle hin: Hotel CARTER in der 250 West 43 Street, zwischen 7. und 8. Avenue ist die Adresse, die man sich merken kann.
Außer einem Liftboy in der großzügigen, mit täglich frischen Blumen geschmückten Lobby und getäfelten Aufzügen bis zur 24. Etage, wartete auf uns ein Zimmer mit 2 servicefreien Doppelbetten und ständiger Zwangsbelüftung auf uns. ;-) Was will man mehr?
Wer’s immer noch nicht gemerkt hat: Das Preis-Leistungsverhältnis für ein *-Hotel ist völlig in Ordnung. Wir wollten nichts weiter als ein Dach überm Kopf mit eigenem Bad und Toilette und genau das haben wir für wenig Geld dort bekommen.
Nachdem Wolfgang mich schon seit langer Zeit mit Bildern von seinem Traumauto FORD Expedition zu beeindrucken versucht, muss ich doch heute mal kurz darauf eingehen. Die Fotos, die ich bisher zu sehen bekommen habe, sind schon ein bisschen von der Realität weg - ein richtiger Expedition sieht SO aus:
Da staunst Du, stimmt's? ;-)
Das war aber nicht das Einzige, was wir in den letzten Tagen erlebt haben. Nur die Zeit reicht einfach nicht, über alles zu berichten.
Nur ein kurzer Abriss in Stichpunkten:
- Stadtrundfahrten Uptown, Downtown, NY bei Nacht, Brooklyntour
- Flugzeugträger Intrepid mit Space-Show, Concordebesichtigung und U-Boot
- Bootstour halb um Manhattan
- Shopping im Century 221, Abercrombie & Fitch, Hollister
- Das gröööööööööööööööööößte Steak meines Lebens (20 oz. - rechnen müsst Ihr selber) ;-)
- Spaziergang über die Brooklyn-Bridge
- Chinatown und Little Italy
- Greenwich Village
- Pravda-Bar mit russisch sprechender Kellnerin (habe mich sehr wohl gefühlt!)
usw.
Über zuwenig Erlebnisse können wir also nicht klagen. Jetzt ist es gleich 1:00Uhr nachts und in ein paar Stunden sagen wir NYC lebewohl, holen unseren Mietwagen ab und dann geht's zusammen mit Jörg auf Tour. Hoffentlich gibt's dann mal ein paar längere Pausen, in denen ich mehr schreiben kann.
Viele Grüße von uns allen!
Da wir die letzten 2 Tage fast pausenlos unterwegs und damit auch keine Zeit zu schreiben war, kommt heute mal wieder eine kurze Info und auch ein paar Bilder.
Wie man sieht, ist unser Flug gut zu Ende gegangen. Vom Vulkanausbruch haben wir nichts mitgekriegt. ;-)
Unser erstes Erlebnis war die Taxifahrt vom Flughafen in’s Hotel. Der Taxifahrer und sein Taxi (wichtigstes Arbeitsgerät: Hupe!) waren schon ein Erlebnis. Immerhin kannte er unser Hotel und fuhr auch auf dem kürzesten Weg dorthin. Wir hatten ja die schlimmsten Befürchtungen, was uns hier erwarten könnte – die Bewertungen, die das *-Hotel im –Internet bekommen hatte, waren alles andere als ermutigend. Aber da wir unsere Erfahrungen lieber selber machen, konnte uns nichts davon abhalten, ein Zimmer im CARTERHOTEL zu buchen. Ich sage nur: Lage, Lage, Lage! Die ist nämlich erstklassig. Wir fallen aus der Haustür und nach einer Minute sind wir auf dem Time Square. Besser geht’s nicht. Da kann man auf definitiv vorhandene Mängel und Unzulänglichkeiten eines Ein-Stern-Hotels nur gelassen herab schauen. Für DAS Geld kann man nicht mehr erwarten und mehr wollten wir auch nicht.
Wir sind ja sowieso nur zum Schlafen hier – der Tag ist bis spät in die Nacht ausgefüllt. Wir haben schon mehrere Bustouren bei Tag und bei Nacht hinter uns, haben den Wahnsinns-Blick vom Observationsdeck des Rockefeller-Centers auf die Skyline von NY genossen, kennen uns jetzt mit Flugzeugträgern und U-Booten bestens aus. Auch für eine 90’-Schiffstour halb um Manhattan war noch Zeit und einen Cache habe ich auch schon gesucht und gefunden. Da leckere Essen in den verschiedensten Kneipchen muss unbedingt auch noch erwähnt werden.
Bis auf heute hat auch das Wetter ganz gut mitgespielt. Die nächsten Tage soll’s etwas kühler werden und immer mal regnen.
So, mir fallen gleich die Augen zu – muss erst mal Schluss machen.
Ein paar Bilder habe ich noch hochgeladen – zum Trost für alle Daheim Gebliebenen.
Liebe Grüße von uns allen aus New York City!
Nun ist es also wieder mal so weit – das nächste Abenteuer beginnt. Unser letzter Trip nach New York ist gerade mal ein halbes Jahr her und schon sind wir wieder auf dem Weg dorthin. Wir, das sind diesmal außer Sabine und mir auch Roland und Rosi. Schon vor einigen Jahren hatten wir eine gemeinsame Reise in die Staaten vor, aber damals klappte das aus den verschiedensten Gründen nicht.
Genug der Vorrede – wir sitzen nämlich schon im Flieger, als ich diese Zeilen schreibe. Wir hatten vor etwa 2 Monaten den Entschluss gefasst, diesmal gleich in Leipzig zu starten, da die Tickets nur unwesentlich teurer als beim Direktflug von Frankfurt aus waren. Dadurch ist zwar noch ein Zwischenstopp in Philadelphia nötig, aber das spielte für uns keine Rolle. Geplant sind 5 Tage New York City und dann geht’s mit dem Mietwagen auf eine kleine Rundreise. Einen genauen Plan dafür gibt es noch nicht, aber die Fahrtroute wird sich sicherlich entlang der Ostküste bewegen.
Das Abenteuer begann für uns gestern schon. Zum Glück hatte ich schon einen Tag Urlaub, so dass die letzten Vorbereitungen relativ entspannt waren. RELATIV! Als eifriger Computer-Mensch versucht man natürlich, die Technik auch voll auszunutzen, das hieß für mich: Online-Checkin. Von Leipzig nach Frankfurt mit Lufthansa und dann weiter mit US Airways. Ab 23 Stunden vor dem Abflug kann man bei der LH online einchecken, bei US Airways 24h vorher. Mit LH ging’s dann auch los – so etwa 20h vorher. ;-) Inzwischen hatte ich aber schon etwas genervt einen freundlichen Kollegen von der LH am Telefon, der mir mitgeteilt hat, dass wegen Verspätung des aktuellen Fluges von Leipzig nach Frankfurt ein Online-Checkin nicht möglich ist. Dass es nicht möglich ist, den Checkin für die US-Airways-Flüge am Vortag zu machen, hatte er mir aber verschwiegen. Nach vielen Versuchen gab ich dann auf und verschob den Checkin auf den Abend. Roland und ich wollten sowieso das Gepäck auf den Flughafen bringen.
Das war auf jeden Fall eine gute, aber ebenso nutzlose Idee. Die LH-Kollegen am Flughafen erklärte uns, dass das Vorabend-Einchecken generell nicht geht, wenn die Reise mit LH und dann mit US-Airways in die Staaten durchgeführt wird. Das geht erst am aktuellen Flugtag. Hätte man das nicht vorher anstelle irgendwelcher dubioser Fehlermeldungen mal auf den Schirm kriegen können?
Spaßig fand ich dann heute morgen, dass die nette Kollegin am Checkin annähernd die gleichen Probleme hatte wie ich am Vortag. Sie flog pausenlos aus dem Buchungssystem – ich musste an meinen Chef denken! ;-) (An dieser Stelle noch mal danke für’s An-den-Flughafen-bringen, lieber Wolfgang!) Nachdem wir ca. eine Viertelstunde (mit einer immer länger werdenden Schlange hinter uns) gebraucht hatten, bis wir alle Bordkarten hatten, ging’s los zum Gate und von dort ohne längere Verzögerung in den Flieger. Angesichts des Leipziger Flughafens konnten einem dann aber wirklich fast die Tränen kommen – außer unserem Flugzeug stand noch haargenau EINE Maschine auf dem Rollfeld. Braucht man bei dieser Flugdichte überhaupt einen Tower? Das bisschen könnten doch die Piloten auch unter sich klären. L
Nach einer kurzen Ehrenrunde übers Flugfeld startete der Pilot durch, und bevor die Stewardessen mit den Getränken in unserer Reihe angekommen waren, packten diese ihre Rollwagen wieder weg, weil der Landeanflug begann. Endlich auf einem RICHTIGEN Flughafen! Schön war, dass wir in Ostrichtung landeten, dadurch flogen wir erst mal über Frankfurt am Flughafen vorbei und drehten über Mainz (K+K, habt Ihr uns winken sehen?) eine Kurve zum Anflug. Wie sich das für einen Flieger aus der Provinz gehört, parkten wir weit ab aller Terminals und wurden mit dem Bus dorthin gebracht. Viel Zeit hatten wir sowieso nicht, also ging’s in zügigem Tempo an’s Gate C06, wo wir insgesamt 5 Kontrollen über uns ergehen lassen mussten. Serientäterin Sabine, die sonst immer irgendwo in ihrem Handgepäck ein Taschenmesser vergisst, hatte diesmal laut piepsende Schuhe an (Stahlkappen vielleicht?) und musste eine Sonderkontrolle über sich ergehen lassen. Im Transitraum saß kein Mensch mehr und wir konnten gleich in den Airbus 330-300. In einem soooooooooo leeren Flugzeug bin ich schon sehr lange nicht mehr gewesen. Sabine suchte sich nach dem Essen eine leer Mittelbankreihe und machte erst mal etwas Schönheitsschlaf. Ansonsten vertreibt man sich die Zeit bei einem 8h-Flug eben mit den üblichen Dingen wie Zeitung lesen, Filme gucken, Sudoku lösen oder eben Blog-Artikel schreiben. Der Service ist nicht so umwerfend wie bei Singapore Airlines, die Stewardessen sind zwar nett und hilfsbereit, aber die Getränkeauswahl ist relativ spartanisch. Wasser, Saft und Kaffee gibt’s ohne Ende, aber ein Über-den-Wolken-Bierchen hat sogar Roland angesichts der Kosten von 7$ für eine 0,33-er Büchse sich verkniffen. Selbst für die Kopfhörer muss man 5$ löhnen. Aber die können wir hoffentlich mitnehmen und auf dem Rückflug wieder verwenden.
In 2,5h sind wir dann in Philadelphia, deshalb mache ich jetzt erst mal den Schleppi und meine Augen zu.
Angekommen in NYC. Erst mal raus mit der Info, der Rest folgt später noch!
Achso: Liebe Grüße von uns allen, vor allem an die, von denen wir uns nicht persönlich verabschieden konnten.
Leider nur knapp 2 Tage blieben für unseren ersten Canada-Aufenthalt. Von den Niagara-Fällen sind es nur etwa 80km bis Toronto, der heimlichen Hauptstadt von Canada.
Zielsicher führte uns das Navi in unsere Herberge in der King-Street. Bereits unterwegs hatten wir ein 4-Bett-Zimmer in einem Global Village Hostel gebucht, das für 2 Nächte zu einem günstigen Preis mitten in Downtown Toronto unsere Unterkunft sein sollte. Das erste, was uns auffiel, war der Unterschied zwischen den 2 Großstädten New York und Toronto. Hier ist alles viel ruhiger und gelassener. Die Menschen hetzen nicht herum wie in New York, an den Kreuzungen werden die Fußgänger gern über die Straße gelassen, ohne dass sie ihr Leben riskieren müsssen. Die Menschen haben Zeit für mehr als nur ein paar geschäftige Worte mit uns Touristen. Allerdings gab’s ein Problemchen, mit dem wir vorher nicht gerechnet hatten: Wohin mit dem Auto? Ein ziemlich unübersichtliches System von Parkmöglichkeiten brachte uns fast zur Verzweiflung. Die Parkzeiten gelten immer von 6:00 bis 18:00 und von 18:00 bis 6:00Uhr. Wir stellten das Auto erst mal für 14$ in ein Parkhaus und wollten uns für den Morgen ab 06:00 eine preisgünstige Alternative suchen.
Nach dem Einchecken gings gleich für ein paar abendliche Stunden durch die Downtown. Die kleinen Kneipen, große Hotels und viele Sehenswürdigkeiten laden zum Verweilen ein, aber nach einem kleinen Stück Pizza waren wir alle reif fürs Bett. 05:45 klingelte aber erst mal für Jörg und mich der Wecker; das Auto musste bis 6 Uhr aus der Tiefgarage raus. Überall gab’s nur Automaten, die horrende Summen bis zum nächsten Tag nachmittags aufriefen. Nach einigem Suchen fanden wir einen Parkplatz, der tatsächlich von einem Menschen bewacht wurde. Wir fragten nach den Konditionen für 36 Stunden: Normalerweise wären es 35$ gewesen, der Typ meinte 30$. Geeignigt haben wir uns ziemlich schnell auf 20$! ;-) Meiner Meinung nach nicht zu viel für eine Parkmöglichkeit 500m vom CN-Tower entfernt.
Nach einer Kleinigkeit zum Frühstück im Hostel (Pancakes und Tee, beides kostenlos) war der CN-Tower auch gleich unser erstes Ziel. 553m hoch ragt das zweithöchste Bauwerk aus dem Jahr 1976 weit über die Wolkenkratzer von Downtown Toronto hinaus. Auch hier muss man erst mal aus dem Wirrwarr unterschiedlicher Angebote und Rabatte das raus finden, was am besten den eigenen Vorstellungen entspricht. Wir haben uns entschieden, alles mitzunehmen, was der Tower bietet. Los ging’s mit einem kurzen Film über den Bau dieses gigantischen Turms, gefolgt von einem kurzen, Achterbahn ähnlichen Sience-Fiction-Erlebnis. In der Zwischenzeit hatte der Wind den Regen wieder vertrieben und auf der Fahrt mit dem teilweise außen verglasten Fahrstuhl ging es in weniger als einer Minute bis auf 343m Höhe. Auf dem Berliner Fernsehturm war ich ja schon, aber das war dann doch eine ganze Ecke höher. Das umlaufende Observation-Deck war leider wegen zu heftigem Wind geschlossen, aber von der Restaurantebene hatte man bereits einen Superblick auf die City. Eine Etage drunter liegt der Glas-Floor. Es gab einige Leute, die kein Vertrauen in das Glas hatten, unter dem 340m NICHTS war. Wir waren aber ganz mutig, stellten uns auf die Glasscheiben, blickten nach unten und fotografierten alles ausgiebig.
Weiter gings dann in den nächsten Fahrstuhl, der uns bis auf 447m Höhe brachte. Von dort war die Aussicht noch eindrucksvoller. Irgendwie fehlen einem dann immer die Worte, um seine Gefühle richtig beschreiben zu können. Aber eins steht fest: Das war ein Erlebnis der Extraklasse für uns! Noch nie hatte ich z.B. ein Flugzeug beim Landeanflug auf den Flughafen von oben gesehen, geschweige denn fotografiert.
Anschließend wanderten wir weiter am Roger-Center (das Stadion der Football- und der Baseball-Mannschaft Torontos) entlang zur Harbourfront
Nachdem wir uns bei einem leckern Spicy Thai Essen gestärkt hatten, machten wir noch eine Hafenrundfahrt zu den vorgelagerten Inseln. Unter anderem fuhren wir auch an dem einzigartigen Flughafen von Downtown Toronto vorbei, der sich nur wenige Meter aus dem Wasser erhebt, auf einer Insel gelegen ist (zum Checkin geht’s nur mit der Fähre) und aufgrund der Kürze der Landebahn nur für Propellermaschinen zugelassen ist. In der Zeit haben wir ein Flugzeug beobachtet, das 2x durchstarten musste, bevor beim dritten Anflug die Landung klappte. Die Tour wurde von einer dreiköpfigen Crew begleitet, die die Dreiviertelstunde richtig angenehm vorüber gehen lies. Anett durfte sogar mal das Steuer des Schiffs übernehmen!
Dann erkundeten wir die City weiter zu Fuß. Die abwechslungsreiche Mischung von kleineren Altbauten und riesigen Wolkenkratzern war sehr beeindruckend. Der St. Lawrence Market (eine riesige Markthalle), das Eaton Centre (riesiger Shopping-Tempel), die City Hall und die vielen kleinen und größeren Geschäfte auf der Queen Street ließen die Zeit wie im Flug vorrüber gehen. Eigentlich wollten wir dann im Hostel eine Kleinigkeit futtern, aber die Küche war leider zu. Den Gang in einen irischen Pub gleich um die Ecke haben wir aber nicht bereut. Das leckere Essen war (fast) der Schlusspunkt eines langen und erlebnisreichen Tages. Danach führte uns unser Weg in die Hostel-Bar zu Desiree, der unwahrscheinlich netten Bardame von den Phillipinen. Mit ihr und den vielen Gästen aus aller Welt konnte man sich mit der Zeit immer besser unterhalten. Woran das nur lag? ;-)
Ein paar Stunden später (wieder nach Pancakes und Tee/Kaffe) ging dann unsere Stadtbesichtigung durch Downtown weiter. Chinatown und Kensington Market standen noch auf dem Plan. Natürlich war nebenbei auch noch etwas Geocaching angesagt.
Aber die richtige Ruhe hatten wir dann doch nicht mehr. Nach einem von Anett lang ersehnten Sushi-Essen setzten wir uns wieder in’s Auto und traten die Heimreise an.
Tut mir leid, dass ich immer noch keine Bilder online stellen konnte, aber es ist einfach zuwenig Zeit zum Konvertieren und Hochladen. In den Motels gibt es zwar teilweise WLAN, aber da ich
keinen eigenen Computer mit habe, ist das alles etwas schwierig. Auch nicht wundern, dass der Reisebericht nicht in der richtigen Reihenfolge ist! ;-)
Über New York sind sicherlich schon unzählige Bücher geschrieben worden, denen ich keins hinzufügen möchte. Aber ein paar Eindrücke über diese Stadt muss ich einfach los werden.
Von Milford fuhren wir (wegen der besseren Fahrpreise nach der Hauptverkehrszeit) mit dem Zug nach New York City. Sobald man den Fuß aus dem Zug setzt, spürt man, dass die Zeit hier anders tickt als woanders. Keiner hat Zeit, alles geht nur im Eilzugtempo, Hektik, Leben auf 110%. Das steckt an. Eine kurze Runde über den angeblich größten Bahnhof der Welt, der schon beeindruckend genug ist, und dann nichts wie raus in’s Gewühl der Großstadt.
Draußen angekommen wird man von seinen Gefühlen förmlich überwältigt: Alles, was man bisher nur aus Filmen und Dokus kannte, liegt einem plötzlich zu Füßen bzw. erhebt sich unendlich hoch in den Himmel. Wolkenkratzer, wohin man auch sieht, endlos lange Avenues, Lichtreklamen, tausende Menschen, andere Gerüche, die Sinne spielen verrückt. Wir wollten ja nur mal schnell zum Time Square zu unserer Subway …
Bereits nach 5 Minuten sind wir stolze Besitzer eines Tickets für eine 2-tägige Hop-on-Hop-off-Tour. Der nette Verkäufer der Karten begleitete uns bestimmt einen Kilometer weit auf unserem Weg, bis wir schließlich mit einem etwas mulmigen Gefühl die Kreditkarte zückten und für 54$ pro Nase einen 2m langen Ausdruck mit Fahrkarten, Eintrittskarten und Gutscheinen erhielten. Weitere 5min später saßen wir schon einem Doppeldecker-Bus der NY-Sightseeing, dessen Weg auf der Uptown-Tour direkt an unserem Hostel vorbei führte. An den wichtigsten und interessantesten Stellen hält der Bus und man kann aus- bzw. einsteigen, sich was anschauen und mit irgendeinem Bus der Firma wieder weiter fahren. Da wir erst ab 16:00Uhr einchecken konnten, habe wir nur schnell das Gepäck im Schließfach des Hostels verstaut und weiter ging’s im Eilzugtempo. Schnell einmal quer durch den Central Park, die grüne Oase im Herzen Manhattans, rein in den nächsten Bus und weiter. Am Time Square umsteigen in den Bus, der die Downtown-Tour macht, Broadway, Macy’s, Empire State Building, Madison Squrare Garden, Rockefeller Center, Flatiron, Chrysler Tower, wieder Broadway – alles fliegt, gut erläutert von einem Tour-Guide, an uns vorüber. Kurz vorm südlichen Ende Manhattans springen wir das erste Mal vom Bus.
Wenige Minuten später stehen wir dort, wohin wohl seit einigen Jahren jeder Tourist seine Schritte lenkt: Ground Zero. Ich glaube, dass ich erst jetzt das wahre Ausmaß dieser tragischen Ereignisse begriffen habe. Eine schier unendlich scheinende Lücke zwischen den anderen Hochhäusern, Sprachlosigkeit nach wie vor, aber auch hektische Betriebsamkeit auf dieser riesigen Baustelle. Man kann sich trotzdem nicht vorstellen, was hier vor 8 Jahren passiert ist…
Zu Fuß geht’s erst mal weiter durch den Süden Manhattans, ein erster Blick auf die weit entfernte Freiheitsstatue und schon sitzen wir wieder im Bus und die Fahrt geht weiter, quer durch Chinatown und Little Italy zurück zum Time Square.
Immer noch nicht genug? So ist es, die NY bei Nacht Tour lockt uns in den nächsten Bus, es ist inzwischen längst dunkel geworden. Die Eindrücke sind wieder völlig andere, aber nach wie vor überwältigend. Über die Manhattan-Bridge geht es nach Brooklyn, nach einem kurzen Foto-Stop (Skyline von Manhattan bei Nacht) unter der wohl berühmtesten Brücke der Welt, der Brooklyn-Bridge, und nach einem sündhaft teuren, aber erstklassigen Eis aus der Ice Factory sind wir nach 2h Fahrt wieder zurück am Time Square – ein Ort, der einfach keine Ruhe kennt. 24h am Tag, 365 Tage im Jahr hektische Betriebsamkeit, rund um die Uhr geöffnete Geschäfte, Theater, Leuchtreklamen, wohin man sieht, Börsenticker. Man glaubt, alles schon mal gesehen zu haben. Aber man hat es noch nicht ERLEBT. Dieses Viertel ist einfach nur der Wahnsinn! Zuviel für diesen Abend, für diesen Tag. Wir flüchten in die Subway und fahren zum Hostel. (Für ängstliche Seelen: Es hat uns die drei Tage lang auch kurz vor Mitternacht keiner überfallen, ausgeraubt, beklaut oder ermordet. Auch nicht nach Mitternacht.)
Völlig k.o. fallen wir in unsere Betten und schlafen ein paar Stunden.
Auch der Donnerstag ist vollgestopft mit Eindrücken. Damit wir alles schaffen, fahren wir heute nicht mit dem Bus, sondern nehmen ein Tagesticket für die Subway. Frühstück gibt’s heute auf dem Weg zur Schiffstour. Auf dem Hudson River fährt das Boot nach Süden, der Tour-Guide erläutert alles, was zu sehen ist. Die Skyline von Manhattan ist auch am Tag beindruckend und sieht vom Wasser aus noch gigantischer aus. Nach einigen Minuten wenden sich aber die Blicke aller Fahrgäste nach der anderen Seite, Liberty Island kommt immer näher und bald ist die Freiheitsstatue zum Greifen nah. Anlegen auf der Insel ist allerdings nicht mit im Plan. Dass muss dann doch bis zum nächsten NY-Besuch Zeit haben. Gleiches gilt für den Flugzeugträger, den ich diesmal leider nicht besichtigen kann. Die nächsten 2h verbringen wir auf dem Time Square; gmeinsam mit viele anderen Menschen aus aller Welt warten wir darauf, dass die Schalter für die Musical-Tickets öffnen. Schnell ein paar Tickets kaufen, rein in die Subway, ab auf die kostenlose Fähre nach Staten Island und zurück. Dann schnell noch mal zu Fuß über die Brooklyn-Brigde und zurück. Bisher hatte ich diese Brücke nur auf Bildern vom NY-Marathon gesehen und nun laufe ich selbst drauf. Zum Glück gibt’s getrennte Spuren für Radler und Fußgänger! Einfach Wahnsinn, wieviel Menschen so kurz vor Einbruch der Dunkelheit dort unterwegs sind. Zeit zur Besinnung bleibt jetzt noch nicht. Im Eilzugtempo geht’s zurück zum Broadway und wenige Minten später sitzen wir Musical „Das Phantom der Oper“. Endlich mal ruhig da sitzen und sich berieseln lassen? Einfach nicht möglich. Ein phantastisches Bühnenbild, eine geniale Inszenierung, Spitzenmusiker, Sänger und Schauspieler, nehmen einen über die 2,5 h gefangen. Das war einfach ein gigantisches Erlebnis.
Danach Ruhe? Keine Zeit dafür. Aus 21 Musicalvorstellungen, die gleichzeitig allabendlich stattfinden, drängen Tausende Besucher auf den Time Square. Schnell noch mal in’s Hardrock Café, ein Stück Pizza essen, gegen Mitternacht in das dreigeschossige M+M-Kaufhaus (ja, es gibt dort wirklich NUR M+M-Artikel) und dann geht einfach nichts mehr. Todmüde steigen wir in die Subway, kaufen auf dem Weg zum Hostel noch schnell ein paar Bananen für den Hunger zwischendurch. Unsere Mitbewohner schlafen schon, als wir kommen.
Sie schlafen auch noch, als wir wieder gehen. Aber für uns gibt’s noch keine Pause, es ist unser letzter Tag hier. Und was wäre ein Besuch in dieser Stadt ohne Shopping-Tour? Kurz nach 8Uhr sind wir schon wieder am Ground Zero, das Century 21 lädt mit vielen Rabatten zum Shoppen ein und lockt jedem einige Dollars aus der Tasche. Aber da wir mit der Stadtrundfahrt auch eine 2h-Tour durch Brooklyn gebucht haben, wird das Einkaufen kurz unterbrochen. Brooklyn ist im Gegensatz zu Manhattan einfach erholsam. Aber bald hat uns der Broadway wieder. Ach ja, ein kurzer Abstecher nach China Town muss auch sein. Dort schnell was essen und dann schnell zu Hollister, DEM Traum-Shop für Anett. Für mich auch, denn dort gibt’s erstmals auf unserer Einkaufstour eine gemütliche Sitzecke für geplagte Väter oder Ehemänner. Mit unserem Gepäck ziehe ich mich dorthin zurück und lasse mich 2 Stunden lang von Klasse Musik berieseln, bis sich Anetts Kaufrausch dem Ende nähert. Eines muss man aber ganz klar sagen: dieser Laden ist von Anfang bis Ende, vom Flair bis zu den Verkäufern, von den Models bis zur Musik, einfach in JEDEM Detail perfekt. Da macht Einkaufen wirklich Spaß und selbst das Begleiten klamottenkaufsüchtiger Töchter ist zu ertragen.
Irgendwann sind die 3 Tage dann um. Leider. Oder zum Glück? Ich weiß nicht so recht. Viel erlebt, noch mehr noch nicht gesehen. Sicherlich war ich nicht das letzte Mal hier. Aber 3 Tage reichen. 3 Tage auf 110%.
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Der Optimist erklärt, dass wir in der besten aller möglichen Welten leben, und der Pessimist fürchtet, dass dies wahr ist.
James Branch Cabell
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