Gestern war's nun endlich soweit: Seit vielen Jahren war ich wieder mal beim Rennsteiglauf dabei.
Als von den Läufern etaws belächelter "Nur-Wanderer" zwar, aber eben dabei. Ich muss sagen: Es war wirklich ein erlebnisreicher Tag. Dieser begann schon ziemlich zeitig für uns gegen 06:00Uhr und
endete erst gaaaaaaaanz spät in der Nacht bei der Party im Festzelt in Schmiedefeld.
Natürlich wollte ich unbedingt beim Start der Halbmarathon-Läufer dabei sein und mein Lieblingsnichtschen Trin mit besten Wünschen auf die Reise schicken.

Sie unter Tausenden zu finden, war nicht so ganz einfach. Aber da ich so etwa
wusste, in welchem Block sie sein sollte, hatte ich sie schnell gefunden.

Es dauerte über eine Viertelstunde, bis alle Läufer auf die Reise
geschickt waren. Die Stimmung am Start war einfach unbeschreiblich schön und beeindruckend.
Wir wollten eigentlich nach dem Start die ausgeschriebene "Versorgung im Festzelt" zum Frühstück nutzen, aber die Wahl "Bockwurst" oder "Kuchen" hat uns dann doch zum
Bäcker getrieben, der ein wenig mehr Auswahl anbot.
Nachdem auch die Nordic Walker
den Kurpark verlassen hatten, begann dann 08:30Uhr auch die Wanderung über die 17km-Strecke nach Schmiedefeld. Gemeinsam mit ca. 1000 Gleichgesinnten ging's durch das schöne Thüringer Land den
Rennsteig entlang.
Dabei traf man auch Bekannte, ob nun Katha aus Geraberg ....

.... oder Ilona aus
Leipzig.

Nachdem der
Halbmarathonstart noch ein kleines bisschen verregnet war, besserte sich das Wetter später und nach wenigen Metern waren die Regenjacken wieder in meinem Rucksack verschwunden.
Zusammen mit Sabine, Rosi und Judith (v.l.n.r.)
wanderte ich los. Philipp und Kevin waren in ihrem Bewegungsdrang nicht zu bremsen und gingen die Wanderung im Laufschritt an. Wahrscheinlich waren sie nach ca. 2h für die 17 km die ersten
"Wanderer", die durchs Ziel kamen, als der Zieleinlauf noch gar nicht damit gerechnet hatte! ;-)
Wir 4 wollten aber den "Weg auf den Höh'n" ganz gemütlich angehen und dabei die Schönheit der Natur genießen. Am Rondell, dem Rennsteiggarten und dem Großen Beerberg vorbei ging's bis zur Suhler
Ausspanne, wo die fleißigen Helfer nicht nur eine Versorgungsstelle mit verschiedenen vitaminreichen Sachen aufgebaut hatten, sondern außerdem Livemusik gespielt wurde und auch 'ne leckere
Thüringer Bratwurst auf dem Grill lag. Zeit also für eine kleine Pause, um uns zu stärken.
Danach wurde es etwas anspruchsvoller, ein kurzer, steiler Anstieg und ein ebensolcher Abstieg folgten. Diesen Teil der Strecke fand ich etwas unglücklich gewählt, da doch ein ziemlicher Stau
entstand und man nicht überholen konnte. Bei so vielen Teilnehmern ist ein richtiger Weg wohl doch geeigneter.
Anhand der Kilometerschilder konnte man so halbwegs gut die Geschwindigkeit abschätzen. So etwa bis zum km 11. Danach war die Beschilderung etwas verwirrend.
Für die Wanderer war es eine Freude und auch sehr beeindruckend, als die ersten Läufer der Supermarathonstrecke an uns vorbeizogen. Sie hatten da schon knapp 70km in den Beinen. Am spontanen
Beifall, der sich wie eine Laola-Welle von hinten näherte, konnte man bereits hören, wenn der nächste Läufer nahte. Alle Hochachtung für diese Super-Sportler. Das spürte man überall: Die Läufer
hatten überall Vorrang, selbst die Polizei sperrte sofort beim Herannahen eines Läufers sofort die Straße für den Fahrverkehr.
Unser Zieleinlauf als Wanderer war ziemlich unspektakulär, auch unsere Zeit wird in keiner Ergebnisliste erscheinen (zum Glück) ;-). Der Hauptaugenmerk galt hier doch den Läufern der langen
Strecken, die von den Streckensprechern so weit wie möglich namentlich im Zieleinlauf begrüßt wurden. Da lief einem schon manchmal nur beim Zuschauen eine Gänsehaut über den Rücken, wenn man
gesehen hat, wie manche nach über 42 bzw. 70km noch einen Schlussspurt hinlegten oder mit einem wilden "Urschrei" das Überqueren der Ziellinie feierten.

Man lag sich glücklich in den Armen (hier Petra und Schildkröte) oder
tröstete die strapazierten Füße.

Das fiel aber den meisten sehr
leicht, ein Läuferbier und ein Süppchen oder andere leckere Sachen, die im Zieleinlauf angeboten wurden, ließen die Strapazen schnell vergessen.
Fun Walker Rainer sagte uns zum Abschied noch, dass die Chancen, abends in das Festzelt zu kommen, verschwindend gering sind. Also starteten wir dann eine Privat-Grillparty in unserer Unterkunft in
Altendambach.

Etzel passte auf's Bier auf und Roland warf den Grill an.

Dann informierte Katrin uns, dass im Zelt doch noch Platz für uns wäre.
Kurzentschlossen fuhren wir noch mal nach Schmiedefeld und hatten auch bald die Forumsmitglieder des
RSL-Forums im Festzelt gefunden. Was uns
dort erwartete, war einfach nicht mehr zu toppen: Eine Party, bei der Tausende auf Tischen und Stühlen tanzten, sich unterhielten, lachten und sangen. Es war einfach grandios! Leider hatte ich
abends den Fotoapparat vergessen, aber wenn ich noch Bilder bekomme, stelle ich sie später zu den anderen in's
Album. Dort findet
ihr noch ein paar mehr Fotos von diesem herrlichen Tag.
Danke noch mal und liebe Grüße an alle, die dazu beigetragen haben, dass der Rennsteiglauf für uns ein unvergessliches Erlebnis bleiben wird.
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