Unterwegs kam uns an einem Wegweiser ganz spontan die Idee, dem Schloss Gripsholm noch einen kurzen Besuch abzustatten. Ein kleiner Umweg, der sich wirklich gelohnt hat. Ganz idyllisch liegt das Schloss am Ufer eines Sees,
eigentlich auf einer Insel, durch eine Zugbrücke mit
Alibifunktion vom Festland getrennt.
Alles strahlt totale Ruhe aus. Man kann das ganze Gelände des
Schlosses und den umliegenden Park kostenlos betreten.
Aus Zeitgründen besichtigten wir die Räume im Schloss nicht
und sahen uns nur noch die Schmalspurbahn an.
Diese ist so richtig uralt und das ganze Drumherum ist auch völlig auf historische Bahn getrimmt. Die Wagen sind teilweise zum Transport von Gegenständen, teilweise zum Personentransport in
verschiedenen Klassen (von 1 bis 3 bzw. offene Wagen) bestimmt. Der Schaffner rennt in historischer Uniform rum und die Dampflok sieht richtig niedlich aus.
Danach ging’s weiter durch „Elchland“. Man wird ja regelmäßig
gewarnt, dass man keinen Elch überfährt. ;-) Wir haben dann auch tatsächlich an der Straße 2 Elchkühe gesehen. Natürlich haben wir gewendet und sind noch mal zurück gefahren, aber sobald man
langsamer vorbei gefahren ist, sind die beiden gleich wieder im Gebüsch verschwunden. So ist uns leider kein Foto gelungen.
In Vaxjö übernachteten wir das letzte Mal in Schweden und fanden dort auf dem Campingplatz in der Rezeption auch ein paar Prospekte von 2 Elchparks. Der eine davon lag fast direkt an unserer
Strecke, so dass wir für den Freitagvormittag noch einen Besuch in Hamneda-Elinge einplanten. Während unserer 3 Wochen hatten wir einfach noch
nicht genug Elche gesehen.
Das war so genial dort! Es ist so ähnlich wie in Bayern auf einem Bauernhof, nur dass dort hinterm Zaun keine Kühe, sondern richtige Elche stehen. Am Eingang bekamen wir Birkenzweige zum Füttern
der Tiere in die Hand gedrückt und dann ging’s los. Unter anderen Elchen gibt’s dort auch Bruno
zu sehen, der in der Fernsehserie „Inga Lindström“ mitgespielt
hat. (Rosi kannte die Serie sogar!) ;-)
Die zwei Elchkälber haben wir nur gesehen, aber sie kamen noch nicht zum Zaun, um uns aus der Hand zu fressen.
Cilla Sjöhlin, die im dazugehörigen Souvenirshop u.a. selbst gefertigten Schmuck aus Elchgeweih anbietet, erklärte uns dann in sehr gutem Deutsch
einiges zum Thema Elch. War wirklich hochinteressant und nicht nur für mich als Jäger ein tolles Erlebnis.
Einige sind dabei vor Freude sogar zum Elch geworden!
Naja, für den elch-typischen Gesichtsausdruck muss Sabine wohl
noch etwas üben! ;-)
Ja, dann hieß es für uns so langsam Abschied nehmen von Skandinavien. 16:50Uhr kamen wir in Trelleborg am Fährhafen von TT-Line an.
Unsere Fährtickets lagen natürlich sorgfältig weggeräumt in Leipzig im Schrank ;-), aber das ist ja überhaupt kein Problem heutzutage. Am Abfertigungsschalter sagte uns eine freundliche
Schwedin, dass unsere für 23:00Uhr vorgesehene Fähre nach Rostock mindestens 2h Verspätung haben wird. Auf meine Frage, ob man das Ticket auf eine andere Fähre umbuchen kann, erhielt ich die
Antwort, dass wir mit der Fähre Robin Hood nach Travemünde fahren könnten. Mit 3 Klicks im Computer war unser Ticket umgebucht und
nach 5min standen wir schon mit dem Auto auf’m Schiff. 17:30Uhr legte die Fähre ab. Geht das einfach!
Geplante Ankunftszeit war 0:30Uhr, dass heißt, wir verbrachten den ganzen Abend auf dem Schiff und der Sonnenuntergang auf der Ostsee setzte noch mal einen schönen, symbolischen Schlusspunkt unter eine phantastische 3 Wochen-Tour, an die wir uns alle sicherlich ein Leben lang erinnern werden.
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Der Optimist erklärt, dass wir in der besten aller möglichen Welten leben, und der Pessimist fürchtet, dass dies wahr ist.
James Branch Cabell
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