Lange hat sich hier nichts mehr getan! War vielleicht ein bisschen Faulheit oder auch ein Mangel an Anlässen.
Aber am Mittwoch hatte ich ein ganz tolles Erlebnis, über das ich auf jeden Fall was schreiben möchte.
Ich habe nämlich eines meiner Geburtstagsgeschenke eingelöst: den Gutschein für eine Whiskey-Verkostung im
Gourmetage Leipzig, den ich von meinen lieben Volleyballerinnen bekommen habe.
Mädels, danke noch mal! Das war einfach ein Genuss!
Ich war ja ziemlich gespannt auf das, was mich dort erwarten würde. Leider fand sich niemand, der mich zur Verkostung begleiten wollte. Also fuhr ich allein (nicht mit dem Auto, sondern ganz
vorbildlich mit der Bahn) in die immer schöner werdende Innenstadt von Leipzig, bummelte noch durch ein paar (Männer-)Läden (Saturn, Conrad), um mich mit ca. 25 anderen Whiskey-Freunden und
-Freundinnen gegen 20:30Uhr im Gourmetage einzufinden.
Alle wurden mit einem Glas einer in Whiskey eingelegten exotischen Frucht, aufgefüllt mit Prosecco, empfangen. Die Tische waren edel eingedeckt und für jeden standen bereits 5 Gläser feinster
Scotch, abgedeckt mit einem kleinen Glasschälchen, bereit. Das Thema des Abend waren die leckeren Whiskeys der weltweit zweitgrößten Whiskey-Brennerei:
The
Glenlivet
Moderiert wurde der Abend von einem absoluten Spezialisten:
Bernhard Schäfer. Er fütterte
uns mit vielen Informationen über Glenlivet, die Whiskey-Herstellung und würzte das Ganze sehr unterhaltsam mit Anekdoten aus seinem Leben als Spirituosen-Verkoster.
Los ging's dann mit einem 12-jährigen Glenlivet, im "Aroma eine spielerische Verflechtung sommerlich-blumiger Noten mit einem sinnlichen Hauch exotischer Früchte (kandierte Ananas), abgerundet mit
Vanille und nussigen Aromen, im Geschmack blumige Noten von frischem Honig, einem seidig-weichem Bouquet mit Anklängen von Vanillesirup und im Nachklang lang anhaltend, mild und frisch, in
Erinnerung bleibend durch den Geschmack von Haselnüssen, Marzipan und der leichten Würze frischgeriebenen Ingwers". (Das habe ich mir nicht freiwillig gemerkt!)

Ok, die Beschreibung des 15-jährigen, des 18-jährigen, des 21-jährigen sowie des Nàdurra erspare ich den Lesern, die bis hierhin durchgehalten haben. Jeder für sich war ein Genuss, die Abstammung
aus einer Brennerei war zwar zu spüren und trotzdem schmeckte jeder anders. Ich fand den 18- und den 21-jährigen sowie den Nàdurra (weit über 50 Umdrehungen) am leckersten.
Wer jetzt denkt, da geht der dahin, schüttet sich 5 Gläser Whiskey in die Rübe, ist begeistert und das war's dann, denkt völlig daneben. Zwischen jedem Jahrgang gab's feinste Leckereien aus der
Küche des Hause, also 6 Gänge, die ich mir leider nicht alle gemerkt habe. Das ging los mit einer feinen Suppe mit einer gegrillten Riesengarnele, weiter ging's mit einer mit Balsamiko-Creme
gefüllten Feige, es folgten Lammfiletsteak, Crepe mit Apfelmus und Entenstopfleber sowie mit Schokolade überzogene Früchte. Dazu gab's den ganzen Abend über verschiedene Brotsorten und genügend
Wasser, um den Gaumen auf den jeweils nächsten Glenlivet vorzubereiten.
Ganz zum Schluss kam dann der 25-Jährige auf den Tisch, der den Höhepunkt des Abends darstellen sollte. Den meisten ging's wie mir: Ein Qualitätssprung, der den Flaschenpreis von über 230€
rechtfertigen würde, war nicht heraus zu schmecken. Selbst wenn man die 10% Rabatt, die es bei einem Kauf an diesem Abend gegeben hätte, noch abgezogen hätte, wäre es das für mich nicht wert
gewesen. Aber vielleicht gehört mir trotzdem bald 'ne Flasche von dem 25 Jahre alten Getränk: am Gewinnspiel habe ich mich natürlich beteiligt. Die Chancen stehen viel besser als für den Jackpot im
Lotto!
Ich saß übrigens mit zwei Männern so etwa in meinem Alter an einem 4-er Tisch. Dass die Bedienung die übrig geblieben 5 Gläser Whiskey nicht wieder abzuräumen brauchte, hätte ich wohl sicherlich
nicht unbedingt erwähnen müssen ...
Fazit: Ich kann's jedem nur empfehlen, der gern mal einen Whiskey
genießt, mal ein paar Euro für so einen Abend im Gourmetage Leipzig zu investieren. Dieses Erlebnis war jeden Cent wert!
(Bilder gibt's keine; ich war froh, dass ich auf dem Heimweg nicht auch noch auf einen Fotoapparat aufpassen musste, denn ich hatte ihn gleich zuhause gelassen.)
Achso, mein Wunsch nach einem Urlaub in Schottland wird immer größer...
Hansi, du bist auf vielen ebenen Klasse.
ff
D-ROLF
War wohl gut, daß Du die Bahn genommen hast...
Liebe Grüße - auch an meinen Vorkommentator D-Rolf
Petra
LG
etzelmania
das liest sich ja echt lecker.
Vielleicht sollten wir uns mal zu so einer Verkostung verabreden. Erst mal könnten wir uns aber auch zu einem Bier treffen.
Bis bald.
Siegfried